Die acht Fragen des Systemischen Ressourcen Managements

Hilfreich sind zum Beispiel auch die acht Fragen, die man für alle möglichen Gesprächssituationen mit Patienten oder im Selbstmanagement anwenden kann: 

 

1. Einflussbereich 

• Kann ich, der Patient das Problem/ die Krankheit/ die Genesung überhaupt beeinflussen?
• Wenn ja, gehen Sie zur zweiten Frage.
• Wenn nein, Fokus darauf, was zu beeinflussen ist (z. B. die Medikamenteneinnahme, Arztbesuche, Ernährung, Bewegung...) und dann zweite Frage. 

 

2. Die Frage nach dem Problem 

• Was ist da los? Was ist das Problem/ Thema?
• Wie reagieren Betroffene und Beteiligte (Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde, Therapeuten, Ärzte, Kollegen...)
• Welche Auswirkungen hat die Krankheit oder ein bestimmtes Erleben und Verhalten auf die Person und das Umfeld?
• Wann (mit wem, wo...) tritt das Problem oder problematische Verhalten nicht auf? 

 

3. Die Frage nach den bisher versuchten Lösungen 

• Welche Maßnahmen oder Lösungsversuche wurden bisher unternommen?
• Aus welchen (guten) Gründen sind sie gescheitert oder gelungen? 

 

4. Ziel/ erwartete Lösungen 

• Welche Ziele und Wünsche gibt es? (mit Bildern und Gefühlen konkret beschreiben; nicht „weg von“, sondern „hin zu“ z. B. Gelassenheit, Freude, Wohlbefinden...)
• Was davon ist wann realisierbar? Wie fühlt sich das an? 

 

5. Wer kann was tun (Maßnahmen)? 

 

6. Was könnte im schlimmsten Fall passieren? 

• Was passiert schlimmstenfalls, wenn die Maßnahme realisiert wird?
• Wenn der ungünstigste Fall nicht „tragbar“ ist, dann die Maßnahme, ggf. das Ziel, umdefinieren. 

 

7. Was könnte im besten Fall passieren? 

 

8. Die Frage nach den ersten kleinen schritten zur Zielerreichung (sRM©-Wechsel)
• Was sind die ersten möglichen und machbaren Schritte zur Zielerreichung mit hoher Wahrscheinlichkeit zur erfolgreichen Umsetzung? 

• Wer kann wie unterstützen? 

 

Neben den acht Fragen bietet das Systemische Ressourcen-Management zahlreiche weitere Werkzeuge, die in der Gesprächsführung mit Patienten, der Beratung oder Therapie zur Anwendung kommen. Darüber hinaus gibt es ein nutzerfreundliches Onlinetool zur Stress- und Ressourcendiagnostik (Stresskompass und Ressourcenwecker©), der in Form einer Selbstauskunft einen umfassenden Überblick über eigene persönliche/ organisationale Ressourcen und Potenziale gibt und Gesundheitsskalen zur vitalen Erschöpfung, Schlaf, Sport und Erholungsfähigkeiten enthält. Damit können die Motivation gefördert und leicht Prioritäten für den Bewältigungsprozess und die Umsetzungsmaßnahmen abgeleitet werden. 

Betroffene oder Profis, die SRM erlebt haben, beschreiben es als „praxistaugliches, wirksames und positives kommunikatives Handwerkszeug“. SRM macht Spaß, entfacht Potenziale und stellt die Verbindung zu Ressourcen her. 

Somit ist SRM oft ein wertvoller Ansatz, um sich positiv mit Belastungssituationen im Krankheitsprozess auseinanderzusetzen. Es wird immer wieder deutlich, dass sich mit dieser Haltung und einer Lösungsfokussierung eine ungeheure Kraft entwickeln kann und dass Menschen, Familien oder Organisationen auf diese Weise selbstwirksam den eigenen, passenden Schlüssel für die Lösung eines Problems finden. 

 

Bleiben Sie gesund. 

 

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Kontakt 

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SACHTGmbH- Institut für Systemische Achtsamkeit SACHT Arbeitswelten: www.einfachwirksam.de SACHT Leben und Lernen: www.sacht-institut.de 

 

Antje Liebau 

Physiotherapeutin, zert. Systemischer Coach / Trainerin Systemisches Gesundheits- und Ressourcen Management© Schwerpunkt Gesundheitsmanagement und Klangschalenarbeit 

 

Fachberatung für Unfallfolge- und Berufserkrankung