„Mehrbelastungen der Bürger in künftigen Beitragsperioden sollten vermieden werden.“ - Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Dr. Fritz Jaeckel

Es braucht sicher eine gehörige Portion norddeutscher Gelassenheit, um alle die Aufgaben zu erledigen, die Dr. Fritz Jaeckel hat. Als Chef der Staatskanzlei koordiniert der gebürtige Flensburger die Arbeit der Kanzlei mit dem Landtag und den Ministerien und bereitet Kabinettssitzungen und Konferenzen mit dem Ministerpräsident vor. Außerdem überprüft er, ob beschlossene Gesetze Verfassungskonform sind und ist zuständig für die Medienpolitik im Land. Dazu kommen weitere Aufgabenbereiche, die er als Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten wahrnimmt. Jaeckel studierte nach dem Abitur Jura in Passau, machte sein erstes Staatsexamen in Heidelberg, das zweite in Stuttgart und promovierte an der Uni Münster. Schon 1994 zog es ihn nach Sachsen. Hier war er erst Justiziar der Landesversicherungsanstalt Sachsens, von 1996 bis 2002 persönlicher Referent des Regierungspräsidenten und anschließend Referatsleiter für Kommunalaufsicht und Sparkassenwesen in Leipzig. Nach verschiedenen Aufgaben im Innenministerium, dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft und der Staatskanzlei wurde er von 2008 bis 2010 Büroleiter des Ministerpräsidenten und später der Staatskanzlei. Ein ihm immer wieder wichtiges Thema ist der Ausbau des Internets und die sächsische Medienlandschaft. In einem Interview fordert er zum Beispiel die eine umfassende Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Programms und eine effizientere Ausgabenpolitik. Auch beim digitalen europäischen Binnenmarkt sieht er Verbesserungspotenzial: „Europa benötige vielmehr ein stärker harmonisiertes Urheberrecht, das Anreize für Kreativität und Investitionen bietet, und die Übertragung und Nutzung von Inhalten über die Landesgrenzen hinaus ermöglicht“, so Jaeckel.