• März 30, 2023
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Plastik hat unsere Welt im Sturm erobert. Es ist in fast jedem Aspekt unseres täglichen Lebens präsent: von der Verpackung von Lebensmitteln bis hin zur Herstellung von Kleidung und Elektronik. Leider hat die weit verbreitete Nutzung von Plastik auch eine dunkle Seite – die Bedrohung unserer Meere durch Plastikmüll.

Die Probleme des Plastikmülls in den Meeren

Die meisten Menschen wissen, dass Plastikmüll ein großes Problem darstellt. Die genauen Auswirkungen auf unsere Ozeane und Meere sind allerdings vielen nicht bewusst. Schätzungsweise gelangen jedes Jahr mindestens 8 Millionen Tonnen Plastik in unsere Ozeane. Das entspricht einer LKW-Ladung voller Plastik, die jede Minute ins Meer gekippt wird.

Es ist nicht nur die Menge an Plastik, die besorgniserregend ist. Vielmehr sind es auch die Auswirkungen, die es auf die Meeresbewohner und die Umwelt hat. Wenn sich Plastik im Meer zersetzt, bilden sich kleine Teilchen, die als Mikroplastik bezeichnet werden. Diese Teilchen sind so klein, dass sie von Meereslebewesen aufgenommen werden können und dadurch in die Nahrungskette gelangen.

Nehmen Fische, Krabben und andere Meeresbewohner Mikroplastik auf, können sie es an größere Raubtiere weitergeben, die am Ende der Nahrungskette stehen. Ganz am Ende stehen auch wir Menschen, die wir größtenteils auch Meerestiere zu uns nehmen.

Mikroplastik kann außerdem an sich bereits die Gesundheit von Meerestieren beeinträchtigen, indem es ihre Verdauungssysteme blockiert oder ihnen etwa durch scharfe Kanten und Spitzen Schäden zufügt.

Müllstrudel in Bundesstaatengröße

Die Auswirkungen von Plastikmüll auf die Meeresumwelt sind auch in anderer Hinsicht dramatisch. Der Müll kann sich in großen Mengen im Meer sammeln, die als Müllstrudel bezeichnet werden. Der bekannteste Müllstrudel befindet sich im Nordpazifik und wird auch als Great Pacific Garbage Patch bezeichnet.

Es handelt sich um einen riesigen schwimmenden Teppich aus Plastik, der etwa doppelt so groß ist wie Texas. Diese Müllstrudel können die Umwelt schädigen, indem sie das Sonnenlicht blockieren und den Sauerstoffgehalt im Wasser reduzieren. Sie können auch den Lebensraum von Meerestieren zerstören, indem sie ihre Nahrungsversorgung beeinträchtigen oder sie physisch behindern.

Probleme der Plastikmüllentsorgung

Ein weiteres Problem ist die Art und Weise, wie Plastikmüll entsorgt wird. Viele Länder haben keine ausreichenden Recycling- oder Müllentsorgungssysteme und lassen den Müll einfach in Flüssen und Meeren liegen. Das hat zur Folge, dass sich der Müll entlang der Küsten sammelt und auf die offene See hinausgetragen wird. Die meisten der hierfür verantwortlichen Länder befinden sich in Asien. Doch auch in Afrika und Lateinamerika gibt es viele Regionen, in denen Plastikmüll ein großes Problem darstellt.

Die Lösung für das Problem des Plastikmülls in unseren Meeren ist nicht einfach. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die jeder Einzelne auch hierzulande unternehmen kann, um seinen Beitrag zu leisten.

Maßnahmen, die jeder ergreifen kann und sollte

  • Die erste und offensichtlichste Maßnahme ist, Plastik so weit wie möglich zu vermeiden. Inzwischen gibt es etwa etliche Unverpackt-Läden, in denen die verschiedensten Lebensmittel- oder auch Hygieneartikel ohne Plastikverpackung gekauft werden können.
  • Zudem ist das richtige Entsorgen von Plastikmüll wichtig. Indem man den Müll korrekt trennt und recycelt, kann man sicherstellen, dass er nicht in Flüsse oder Meere gelangt. Fallen einmal größere Mengen Plastikmüll an, sollten ebenfalls nicht gedankenlos verschiedene Tonnen für die Entsorgung genutzt werden. Vielmehr kann man zum Beispiel einen extra hierfür gedachten Container bestellen bei ALBAclick, um eine professionelle und umweltfreundliche Entsorgung zu garantieren.
  • Auch das Aufsammeln von Müll bei Strandspaziergängen oder auf Tauchgängen kann dazu beitragen, die Umwelt zu schützen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden von wiederverwendbaren Einkaufstaschen und Wasserflaschen anstelle von Einweg-Plastikartikeln. Das generelle Reduzieren von Einweg-Plastikverpackungen kann ebenfalls helfen, den Plastikmüll zu reduzieren.
  • Es gibt auch Initiativen von Regierungen und Organisationen, die darauf abzielen, den Plastikmüll zu reduzieren. Ein Beispiel ist das Verbot von Einweg-Plastikprodukten wie Strohhalmen, Plastiktüten und Plastikbesteck in einigen Ländern. Andere Organisationen arbeiten an der Entwicklung von biologisch abbaubarem Plastik, das sich im Meer zersetzt und somit weniger schädlich für die Umwelt ist.