Viola Klein - Schirmherrin der Hope Gala im Gespräch

Auf der Hope-Gala werden jedes Jahr Spenden für Hilfsprojekte in Südafrika gesammelt. Schirmherrin ist Viola Klein, Geschäftsführerin von Saxonia Systems, der das Projekt am Herzen liegt. Wir sprachen mit ihr über die Anfänge des Projekts bis hin zu aktuellen Plänen.  

 

Welche Förder- Projekte begleiten Sie?

Das Schüler-Rechenzentrum, dass es mittlerweile seit über 30 Jahren gibt, wird durch die TU Dresden und der Stadt Dresden gefördert. Die TU ist die einzige Universität Deutschlands, welche sich ein Rechenzentrum für Kinder leistet. Dort bekommen Schüler die Möglichkeit, sich im Bereich Informatik weiterzuentwickeln. Kinder ab der fünften Klasse können dort programmieren lernen. Das geht so weit, dass sie noch vorm Abitur Scheine machen können für das spätere Studium. Dort helfen wir gern mit, unterstützen mit Sponsoring.

 

Was erhoffen Sie sich davon?

Es ist die beste Eliten-Förderung, die man sich vorstellen kann. Es gibt keinen Bereich mehr, wo Informatik keine Rolle spielt. Wenn diese Art von Förderung bekannter wäre und sich mehr Firmen für so was engagieren würden, könnte man wesentlich mehr erreichen.

 

Welchen Stellenwert räumen Sie der Hope-Gala ein?

Es ist unser größtes Projekt. Es gibt nichts Vergleichbares in den neuen Bundesländern. Wir haben eine Stiftung, die der Aids-Stiftung eingeordnet ist. Es ist die HOPE Cape Town - Deutsche AIDS Stiftung. Es gibt einen Verwaltungsrat aus neun Mitgliedern verschiedenster Nationen. Die Stiftung wird geführt wie ein Unternehmen. Es gibt einen Unternehmungsplan, wo wir genau festlegen, wie das Geld ausgegeben wird. Da sind die Einnahmen aus der Hope-Gala immer mit mindestens 80.000 Euro verplant.

 

Klingt nach einem erfolgreichen Projekt. Wie definieren Sie für sich Erfolg?

Ganz einfach. Wenn ich eine Notwendigkeit sehe, etwas zu tun und dies geschafft habe, betrachte ich es als Erfolg. Privat ist der Begriff des Erfolgs nicht zu vergleichen mit dem Berufsleben. Ich bin in zweiter Ehe verheiratet und habe zwei wunderbare Kinder. In meinem familiären Umfeld setze ich andere Maßstäbe. Da ist es mir wichtig, ob die Menschen um mich herum glücklich sind.

 

Trennen Sie Beruf und Freizeit?

Nein! Selbst im Urlaub beschäftigen mich die Themen des Unternehmens. Oder ich denke über eine kreative Lösung eines Problems nach. Ich kann nicht genau sagen, ob es Vergnügen oder doch Arbeit für mich ist. Außerdem treffen mich Misserfolge im Unternehmen immer persönlich, denn als Unternehmer bist du immer verantwortlich materiell sowieso.

 

Woher nehmen Sie die Energie das alles zu stemmen?

Ich hatte Glück bei der Genetik. Meine Mutter hat mir gute Gene vererbt. Ich bin sehr belastungsfähig. Als Unternehmerin muss ich das auch sein.

 

Haben Sie persönliche Hobbys und Leidenschaften?

Früher habe ich sehr viel genäht. Dafür fehlt mir mittlerweile die Zeit. Durch die vielen Reisen bin ich gerade dabei, mein Englisch aufzupolieren. Dafür habe ich mir extra einen Coach genommen. Englisch ist meine neue Leidenschaft geworden. Ich habe bei den Interviews gemerkt, dass ich auf dem Gebiet wesentlich besser werden muss. Leider konnte ich zu DDR Zeiten keine Auslandserfahrung sammeln. Meine Söhne habe ich überall in die Welt hinaus geschickt. Das ist heutzutage wichtig.

 

Fühlen Sie sich zu bestimmten Ländern hingezogen?

Mir gefällt Asien sehr gut. Ich mag die Küche und wie entspannt die Leute dort sind. In Afrika habe ich mittlerweile sehr viele Freunde. Nordafrika kenne ich noch zu wenig, das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Was ich noch nicht kenne, ist Südamerika. Da bin ich sehr interessiert daran, muss aber mein Spanisch aufpolieren.

 

Gibt es etwas, was Sie das Leben gelehrt hat?

Als Unternehmerin gibt es nur eine Erkenntnis: Geht nicht, gibt es nicht! Privat habe ich gelernt, dass es mich innerlich zufriedener macht, wenn ich inne halte und mich für alles bedanke. Ich bedanke mich für alles, was ich habe. Das ist auch, was mich in Dresden so aufregt. Sehr viele Menschen sind permanent unzufrieden. Das sind genau die, die zu wenig reisen. Es gibt so viele Orte auf dieser Welt, wo Menschen sehr wenig besitzen und dennoch mit ihrem Leben zufrieden sind.