Meisterlich schlemmen

Café & Restaurant Alte Meister, Theaterplatz 1a

Alte Meister hat einen unglaublichen Vorteil - das Restaurant wird protegiert von der ersten Liga in Dresden. Manchmal kann man den Grund gar nicht so recht verstehen, warum manche Restaurants in der Gunst der A-Prominenz in Dresden so hoch stehen und andere mit ähnlichem Service, Küche und Angebot nicht. Nun, die Lage neben der Semperoper und in Laufdistanz vom Landtag spielt hier sicher eine große Rolle. Die Küche ist auch okay. So gemütlich wie viele andere, finde ich es aber nicht. Man sitzt sich drinnen sehr nah und auch irgendwie steif. Service und Karte unterstützen dieses Unwohlgefühl. Kühl, wäre ein weiteres Attribut, das mir in den ersten zehn Minuten einfällt. Das Angebot ist recht klein. Für die Bestellung von Getränken und Speisen kommen zwei Kellnerinnen. Wir bestellen zweimal Zander von der geschriebenen Karte an der Wand, trinken einen KiBa (0,2l für 2,50 Euro) und eine Glas heißes Wasser (sonst eigentlich immer kostenlos, wird hier mit 50 Cent berechnet). Die Atmosphäre ist angespannt. In der Ecke sitzt Landtagspräsident Matthias Rößler mit Gästen. Gegenüber ist nur ein Tisch besetzt mit zwei Mitarbeitern der Oper. Als das Essen serviert wird und der erste Biss im Mund ankommt, stellt sich endlich das Aha-Erlebnis ein. Es schmeckt hervorragend. Der Fisch zerfällt auf der Zunge, der Püree ist ein Gedicht. Toll! Wir loben das Essen anschließend bei der Kellnerin "über den grünen Klee" und für einen Augenblick entspannt sie sich und lächelt. Wir sind regelrecht euphorisch und würden nur wiederkommen, um genau das Gleiche nochmals essen zu können. Super!

Fazit: Die Küche war klasse, die Atmosphäre angespannt. Wir haben später nochmals die Terrasse getestet, nur etwas getrunken. Das hat uns von der Stimmung auch nicht so überzeugt.