• Dezember 13, 2022
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Wir haben uns schon länger gefragt, warum das Restaurant an der Hauptstraße Am Thor heißt. Von außen hatte es uns beim Vorbeigehen nicht so angesprochen. Das Ambiente erinnerte uns an die späteren DDR-Jahre.

Auch die Gäste, die auf der Terrasse Richtung Albertplatz saßen, ordneten wir auch in diese Zeit ein. Aber interessiert hat es uns eben doch. Wie ist der Service, wie das Essen? Mit ein bisschen Überwindung traten wir durch die Tür. Drinnen saß kein Mensch. Aber es war sauber und hell. Wir setzten uns ganz hinten an die Wand. Das bereuten wir nach 20 Minuten, weil uns die Kellnerin übersah, uns eine Wespe dafür umso interessanter fand und das Begängnis an unserm Tisch vorbei zur Toilette groß war 

Aber wir wollten uns nicht umsetzen. Wir gingen auf die Kellnerin zu und schilderten ihr unseren Zeitdruck. Wir hatten hier eine knappe Stunde eingeplant und fragten vor dem Bestellen, ob das Essen innerhalb 25 Minuten serviert werden könne.

Sie war sehr freundlich und meinte, ihre Köche wären schnell. Wir bestellten ein paar Speisen und Latte Macchiato und beobachteten, wie die junge Frau förmlich rannte, um alleine alle Gäste draußen bedienen zu können. Sie konnte nichts dafür, aber schon allein der Kaffee brauchte weitere 15 Minuten bis er auf dem Tisch stand. Entsprechen kam das Essen nicht bis wir gehen mussten. Höflicherweise versprachen wir, nach unserem Termin wieder zu kommen und die bestellten Gerichte noch zu essen. Schön war das für uns nicht. Da hatte die Service - Kraft uns zu viel versprochen.

Inzwischen hatten wir genug Zeit gehabt, uns durchzulesen, warum das Dresdner Restaurant Am Thor hieß. Es hatte nichts, wie spontan in unserem Sinn, mit den jungen Politiker zu tun. Es hieß, dass die traditionsreiche Kultgaststätte an der Dresdner Hauptstraße mit sächsischer und deutscher Küche auch nicht nach dem nordischen Donnergott ist, sondern weil sich in der Nähe das „Schwarze Thor“, ein Teil der Befestigungsanlage des alten Dresden befand.

Wir waren zum verabredeten Zeitpunkt zurück. Alles stand noch auf unserem Tisch inkl. leeres Glas. Aber das Essen war leider wieder nicht fertig. Wir mussten erneut 15 Minuten warten. Die Begründung war, man wollte es frisch servieren. Wir verbrachten dadurch insgesamt viel Zeit in und mit dem Restaurant Am Thor an der Hauptstraße. Deshalb würden wir Mittags nicht mehr hin gehen. Oder vielleicht doch wegen der netten Service - Kraft?

Die Extra-Speisekarte auf dem Tisch ist überschrieben mit „Bock auf lecker?“ Angeboten werden Schnitzel, Spargelcremesuppe und sächsische Quarkkeulchen. Auf der regulären Karte findet man Gerichte wie Würzfleisch, Sülze, Bauernfrühstück, Grützwurst und Karlsbader Schnitte.

Alles recht rustikal, schon auch Gerichte, die man aus der DDR kennt. Das Publikum scheint es zu freuen. Viele ältere Gäste sind da und während unserer Besuchszeit gehen Bestellungen für Familienfeiern ein. Stammgäste. Man feiert seit Jahren hier...

Wir haben bestellt und gegessen:

Schnitzel mit Kartoffeln und Blumenkohl für 14,95 Euro.

Schopska-Salat für 8,95 Euro  

Flammkuchen Elsässer Art mit Crème Fraîche, Speck und frischen Lauch für 11,95 Euro.

Es hat uns gut geschmeckt. Wir waren nach dem zweiten Anlauf, etwas zu bestellen, auch sehr hungrig. Es war nichts Außergewöhnliches. Aber ein guter Geschmack wie zu Hause solide selbst gekocht.