• Januar 23, 2023
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In unseren Umfragen, in denen Ihr  Restaurants in Dresden empfehlt, kommt der Schillergarten nur selten vor. Warum? Wir gingen mal vorbei, um zu sehen, was da los ist. Und eigentlich: Alles okay. Alles beim Alten sozusagen. Aber vielleicht liegt darin auch ein kleines Problem. Die neue Generation, die u.a. in Social Media unterwegs ist, hat den Schillergarten vielleicht nicht so auf dem „Schirm“ wie die Stammkunden. Aber die reichen im Moment offensichtlich noch aus. Gerade um die Mittagszeit und am Wochenende ist es hier gut gefüllt. Dass man hier keine Masken mag, haben wir schon vor zwei Jahren festgestellt. Sobald es damals möglich war, fielen diese beim Personal, während die Gastronomen rundum auf Nummer sicher gingen und die Regeln beibehielten. Heute ist es für die Kellner überall schwer, vor allem, wenn sie medizinische Masken tragen, dass die oft runterrutschen. Gerade, wenn man mit dem Gast redet, passiert das oft automatisch. Und dann muss man theoretisch immer dran denken, sie wieder über die Nase zu ziehen. Ach, das ist doch alles schwierig in diesen Zeiten.
Die Glühwein - Station ist rund um den Schillerplatz zum Pilgerort geworden. Und dann der Blick auf die Elbe und das Blaue Wunder – herrlich. Ihr wisst, dass wir die Teller in den Restaurants so fotografieren, wie wir sie serviert bekommen. Wir wischen als Gäste den Rand nicht ab.

Hier seht Ihr zwei Klassiker aus dem Schillergarten: Sauerbraten und Roulade. Beides schmeckt solide und macht satt. Wenn man Lust auf einen Sonntagsbraten hat, ist der Schillergarten eine gute Wahl. Aber spontan findet man nicht immer einen Tisch zu den Hauptzeiten. 

Wir waren an einem Sonnabend kurz nach der Öffnung vom Schillergarten da. Es ist selten so ruhig und die vielen reserviert - Schilder deuteten darauf hin, dass wir uns in der Ruhe vor dem Sturm befanden. Schon schön da so mit Blick auf die Elbe und das Blaue Wunder. Und es gibt so Klassiker in Dresden, da hat man das Gefühl, die laufen von selbst. Es ist sicher die Lage, die Loyalität der Dresdner, vielleicht auch die engen Kontakte von Frank Baumgürtel in die Dresdner Gesellschaft (es gibt einen Beirat mit 25 Persönlichkeiten). Es sind ganz sicher auch die Früchte einer langen Aufbau-Arbeit nach der Übernahme vor vielen Jahren (2004/ Baumgürtel war davor bis 2005 Chef vom Brauhaus am Waldschlösschen) und des Durchhaltens nach dem Jahrhundert-Hochwasser. Gemeinsam mit Thomas Jacob bewirtschaftet er auch das Paulaner’s im Kempinski und den Radeberger Spezialausschank am Terrassenufer. Der dritte im Bunde: Steffen Brasche.