• Februar 18, 2022
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Das Drama „Alcarràs“ der spanischen Regisseurin Carla Simón hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Der Film erzählt vom Alltagsleben einer Familie, die eine Pfirsichplantage betreibt und in Existenznöte gerät. Die Jury zeichnete auch Meltem Kaptan aus. Die Darstellerin, die in Köln lebt, bekam den wichtigsten Schauspielpreis des Festivals. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Hauptrolle im Drama „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“. Auch Drehbuchautorin Laila Stieler gewann einen Silbernen Bären. Damit bekam die Produktion gleich zwei Preise. Die Französin Claire Denis wurde für die beste Regie ausgezeichnet. Der Große Preis der Jury ging an „The Novelist’s Film“ des südkoreanischen Regisseurs Hong Sangsoo. Das Drama „Robe of Gems“ von Regisseurin Natalia López Gallardo gewann den Preis der Jury. Die Collage „Everything Will Be Ok“ des Kambodschaners Rithy Panh wurde für eine besondere künstlerische Leistung geehrt. Der Silberne Bär für die beste Schauspielleistung in einer Nebenrolle ging diesmal an Laura Basuki für die indonesische Geschichte „Nana“.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Die Schauspielpreise werden seit vergangenem Jahr nicht mehr getrennt nach Geschlecht vergeben, sondern für die beste Leistung in Haupt- und Nebenrolle.