Editorial - 2015

Es ist wieder soweit: Die Welt schaut auf Dresden. Der 10. Semper-Opernball, wer hätte das gedacht. Ich erinnere mich genau, wie mich Uwe Wiese, Chef des Italienischen Dörfchens, vor rund elf Jahren ansprach, ob ich nicht Lust hätte, mich so einer Gruppe anzuschließen, die einen Opernball plane. Das würde doch zu Disy passen. Ich war damals sehr skeptisch – ich kannte ja die Dresdner. Ob die so ein „Schicki-Micki“ in „ihrer“ Oper akzeptieren würden? Jedes Stück Dresdner Geschichte ist ihnen heilig.

 

Umso faszinierter war ich von dem Geschick, mit dem Semper-Opernballchef Hans- Joachim Frey und sein Team es schafften, die Dresdner mit einzubeziehen. Durch den SemperOpenairball, bei dem alle kostenlos mitfeiern dürfen, die Debütantinnen, bei denen sich alle Jugendlichen bewerben dürfen, stieg die Akzeptanz in der Bevölkerung. Das spürte auch der Heimatsender MDR und erweiterte sein Programm von 1,5 Stunden Sendung auf nunmehr 4 Stunden Live-Übertragung mit super Quoten. Und so kommt es, dass ohne Neid und Mißgunst leichtfüßig und fröhlich, durchaus pompös und stilecht, jedes Jahr gefeiert werden kann. Nun schon zum 10. Mal.

 

Passend zum Jubiläum gibt es jetzt sogar ein Buch von Hans-Joachim Frey über die gesamte Entwicklungsgeschichte. Angefangen bei August dem Starken, über die großen Opernbälle vor dem 1. Weltkrieg, 1925 bis 1939, das Musenfest und bis heute.

 

Und was machen wir von der Disy zum 10. SemperOpernball? Uns ein wenig neu erfinden, wir können ja nicht das Gleiche machen wie immer. Deshalb haben wir uns auf Hintergrundgespräche, den Backstage-Bereich, Interviews mit den Verantwortlichen und allerlei Zusätzliches und Wissenswertes konzentriert.

 

Aber die schönsten Kleider der letzten zehn Jahre, farblich sortiert, an denen konnten wir nicht vorbei. Und Trends und Tipps gibt es natürlich auch wieder.

 

Feiern wir das Leben!

 

Herzlichst!

 

Ihre

Anja K. Fließbach