Stimmen zum Ball in St. Petersburg

Wirklich spannend fand ich unseren Opernball in Sankt Petersburg. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dabei waren. Es war ein Pilotprojekt von einer ähnlichen Dimension, wie beim ersten Opernball in Dresden. Es gab viele Diskussionen, diesen Opernball live im Mitteldeutschen Rundfunk fast drei Stunden am Vorabend der Wahl in Sachsen und Brandenburg auszustrahlen. Da wurden sehr viele Dinge hineingedichtet – Wahlbeeinfl ussung etc..

 

In Sankt Petersburg waren acht Tage später Gouverneurs-Wahlen, in Moskau gab es auch Demonstrationen. Die Lage hätte gar nicht politisch aufgeladener sein können. Wir haben es trotzdem geschafft, durch diese Trubel durchzusegeln und durchzumanövrieren. Wir haben einen Ball veranstaltet, der ausverkauft war - 900 Plätze. Der an drei Orten stattfand – der Petersburger Philharmonie, am Michailowski-Theater und natürlich gab es auch einen Open Air Ball. Alles ist ausgesprochen gut gelaufen. Wir hatten drei Preisträger und einen Meissen Schlüssel dabei, genauso wie einen Sankt Georgs-Orden. Der MDR war äußerst zufrieden für den Erstaufchlag mit elf Prozent Einschaltquote. Als wir den SemperOpernball im Jahr 2006 angefangen haben, lagen wir bei sieben Prozent
Einschaltquote. Heute liegen wir bei 21 bis 22 Prozent. Das hat sich im Laufe der Jahre so entwickelt, weil die Semperoper in Deutschland eine Marke ist. Beim ersten Mal elf Prozent zu erreichen, ist ein unglaublicher Erfolg in der Sommerzeit. Das russische MTV, ein Privatkanal, hat ebenfalls zwei Stunden übertragen auf zwei Kanälen – MTV Russland und MTV weltweit, das ist vergleichbar. Das hat uns einen unglaublichen Bekanntheitsgrad gebracht. Das Event ist unter dem Label „Dresdner Opernball“ gelaufen. Der Stadt Dresden hat das eine große Reputation gebracht und ich bedanke mich bei allen Partnern, die von hier geholfen haben. Es war sehr aufregend und eine tolle Begegnung. Wir hatten herausragende Solisten, Moderatorenund Gäste vor Ort. Wir können jetzt schon sagen, dass es in den nächsten Jahren so weitergehen wird. Wir werden jedes Jahr einen Opernball in Sankt Petersburg organisieren, im Wesentlichen von Deutschland gesteuert. Am 5. September 2020 wird der nächste Petersburger Ball stattfinden. Es freut mich, dass dieses Projekt in Russland so gut angenommen wurde. Es gab einen großen Presseandrang und viele Gäste waren da. Ein deutscher Opernball in Russland – 50 junge Kadetten, also 18-jährige Offiziersanwärter der russischen Armee tanzten mit 50 Balletttänzerinnen. Wir haben uns entschieden, dass alle Frauen ein wunderschönes, weißes Kostüm tragen, passend zu den dunklen Uniformen der Kadetten. Als ich selber den Eröffnungstanz mit Trixi Steiner getanzt habe, war ein Paar neben mir, die sagten, wie schön sie das fanden, nicht wie woanders jeden Tag ein anderes Kleid in einer anderen Farbe. Wir wollten bewusst eine Kontrastik setzen. Sankt Petersburg hat eine der ältesten Balltraditionen. Zar Peter der Große hat die Bälle aus Europa alle nach Russland geholt und Katharina die Große hat die Tradition weiter ausgebaut. 1917 nach der Oktoberrevolution gab es keine Bälle mehr. Jetzt haben wir die Tanzkultur zurückgebracht. Ich möchte nochmal allen danken, die beteiligt waren. Wir hatten fast 300 Gäste aus Deutschland und 600 russische Gäste waren beim Ball. Die ganze Delegation wurde angeführt von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Daru?ber sind wir sehr glücklich.

Juwelier Georg H. Leicht

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne und so war es auch in Sankt Petersburg. Wir hatten 40 Gäste eingeladen, mit uns zu kommen – teilweise Freunde aus Dresden, aber aucheinige aus dem Rest des Bundesgebietes. Viele von ihnen waren noch nie zuvor in Sankt Petersburg. Alle waren am Ende des Tages hellauf begeistert, auch von der Gastfreundschaft in der Stadt selbst. Der Höhepunkt war natürlich der Ball, das Setting im Michailowski-Theater. Auch von der Moderation waren wir begeistert. Es war ein deutscher Moderator mit sehr viel Ausstrahlung dabei. Ich finde, er hat das fantastisch gemacht. Viele Gäste waren ebenfalls entzückt vom Gang aus dem Michailowski- Theater zur Philharmonie – ein roter Teppich ging quer über den Platz und zahlreiche junge Männer und Frauen begleiteten die Gäste mit Kerzen. Ganz besonders schön war es in der Philharmonie – ein beeindruckendes Gebäude, hervorragend ausgewählt. Ich gebe zu, als ich Dschingis Khan gelesen hatte, war ich skeptisch, aber sie haben den Saal gerockt. Ich habe bei „Moskau“ sogar mitgesungen. Kurzum, der Ball ist mit einem unglaublich positiven Ergebnis zu Ende gegangen. Das Rahmenprogramm war eine Überraschung. Zwei Tage nach dem Ball waren wir in einem großen Touristenrestaurant zum Mittag eingeladen. Die Gäste wussten nicht, was auf sie
zukommt und an jedem Tisch sind Tanzgruppen aufgetreten und es wurde mindestens eine Flasche Vodka getrunken zum Mittag. Wir haben uns da alle unglaublich schnell assimiliert und demzufolge wohlgefühlt. Ich bin mir fast sicher, dass einige der Gäste den Peterhof nicht mehr ganz wahrgenommen haben. Die ersten Anmeldungen für nächstes Jahr sind schon im Haus. Auf ein Neues!

Sabine Lax

Ich bin immer noch positiv durchsetzt von den Erlebnissen, die wir dort haben durften. Es war ein absolut positiver Spirit, der sich durchgezogen hat. Besonders überrascht war ich von der Kadettenschule. Es war Wahnsinn, mit welcher Freude und Motivation die jungen Männer dort angetreten sind. Alle hatten unterschiedliche Voraussetzungen. Schön war für uns zu sehen, dass mitjedem Probentag die Anzahl der Männer mehr wurde. Dann haben wir gefragt, ob sie die Choreografie kennen und sie meinten, sie hätten die ganze Nacht geübt, um dabei sein zu können. Das war ein schönes Feedback. Sie haben das ganz fantastisch gemacht. Ein positiver Nebeneffekt war natürlich, dass sie sehr hübsche Damen im Arm halten konnten. Von beiden Seiten war viel Spaß mit dabei. Wir nehmen positive Erlebnisse mit von der Zusammenarbeit. Wenn vor Ort etwas war, wurde es sofort erledigt. Es war ein sehr positives und tolles Arbeiten – auch für unsere
Dresdner Debütanten, die wir mitgenommen haben und die im Theater getanzt haben. In so einem altehrwürdigen Haus auf der Bühne zu stehen und vor dem Publikum tanzen zu dürfen, ist eine große Ehre. Das nehmen sie für ihr ganzes Leben mit.