Mareile Höppner: die Promiflüsterin

Sie ist die Grand Dame der Promiszene für den MDR, berichtet seit Jahren live vom SemperOpernball, moderiert „Brisant“ und ist mit den Größen des Showgeschäfts bekannt. Disy fragte Mareile Höppner, was sie am Dresdner Ball besonders mag.

Sie sind oft Gast bei gesellschaftlichen Events, schwärmen aber besonders vom Roten Teppich des SemperOpernballs?
Höppner: Jeder, der einmal da lang gegangen ist, weiß, wie unglaublich beeindruckend das ist. Als ich das erste Mal darüber lief, hat es angefangen, zu schneien. Das war natürlich hart, weil ich nicht mal Strümpfe anhatte, nur ein Abendkleid. Aber es war an Schönheit nicht zu überbieten. Da zeigt sich Dresden wirklich von seiner schönsten Seite.


Woran erinnern Sie sich in Bezug auf die SemperOpernbälle am liebsten?
Höppner: An meinen Tanz mit Jens Lehmann. Ich bin ihm leider ständig auf die Füße getreten. Er wird mich also auch nicht vergessen haben.


Sie berichten immer live vom Ball. Ist das für Sie Routine oder Aufregung?
Höppner: Beides. Ich habe eine Sendung, die direkt im Anschluss an den Ball läuft. Wir schauen ein bißchen hinter die Kulissen. Wir treffen die Stars des SemperOpernballs. Das macht Spaß, weil man endlich die, die man leider nur viel zu kurz gesehen hat, in Ruhe sprechen kann und mit ihnen über den Abend quatschen. Roger Moore zu treffen, war schon ziemlich großartig.


Wer war Ihr angenehmster Interviewpartner?
Höppner: Ich bin absoluter Fan von Joachim Fuchsberger. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich ihn interviewt habe auf dem Opernball. Ich finde, das ist einer der ganz Großen, die wir so haben, der für eine ganz tolle Zeit steht.
Ein unglaublich sympathischer Mann mit Humor. Das ist unglaublich! Wenn die Kamera angeht, ist er so nah. Von dem kann man viel lernen und mit dem kann man viel Spaß haben. Er nennt mich Liebling und seine Frau akzeptiert das. Ich glaube, das erklärt unser Verhältnis.


Was war die unerwartetste Antwort, die Sie von einem Interviewpartner auf dem Opernball bekommen haben?
Höppner: Herr, ja, wie heißt er denn noch mal? Vom Wiener Opernball. Moosh… Nein, wie heißt der vom Wiener Opernball?


Lugner?
Höppner: Genau, der war mit seiner Mausi da. Der Lugner, Herr Lugner. Der hat sich über den Dresdner Opernball mokiert, ihn mit dem Wiener verglichen und behauptet, es wäre sozusagen alles ganz klein. Dann haben wir gekontert, es sei so ein schöner Abend und so gelungen, da könnte er lernen und einiges mitnehmen für seinen Opernball. Der Mann war nicht so bescheiden, wie ich angenommen hatte.


Welche war für Sie die schwierigste Frage?
Höppner: Es gibt keine schwierigen Fragen.

Keine, die einem schwerer fällt als andere?
Höppner: Nein, wir sind an diesem Abend in einer schönen Atmosphäre und da macht man keinen Skandal. Da geht es um gute Stimmung, um Festlichkeit um harte Interviews.


Was gefällt Ihnen generell am Ball am meisten?
Höppner: Ich muss sagen, dass ich die Atmosphäre am schönsten finde, wenn die Musiker losspielen und wenn Gunther Emmerlich mit seinem sonoren Bass in den Raum tritt. Dann bin ich immer begeistert. Und die Musik. Ich finde, das ist sehr, sehr feierlich. Was auch wunderschön ist: der Blick vom Balkon oben. Den kann ich nur jedem empfehlen, der da wandeln geht. Es gibt ja auch viele, die zum ersten Mal nach Dresden gereist sind. Dieser Blick ist ein Traum!


Sie schwärmen.
Höppner: Von Dresden kann man nur schwärmen. Ich mag den Ball, habe aber auch liebe Freunde in Dresden. Ich freue mich immer riesig, wenn ich da sein kann – beruflich und privat.


Sie sind beruflich sehr eingebunden, wie schaffen Sie, dem Privaten genug Raum zu geben?
Höppner: Wenn man Mutter ist, geht eine große Veränderung in einem vor. Im Kopf und im Herzen stellt man fest, dass Fernsehen nur Fernsehen ist und Job nur Job. Mein Sohn ist zwei Jahre alt, insofern spielt er eine große Rolle. Das ist ja klar.


Trotzdem werden Sie wieder viel unterwegs sein in diesem Jahr.
Höppner: Es gibt Royales zu feiern. In Schweden wird es eine Hochzeit geben, auch ein Thronjubiläum steht an. Das sind auf jeden Fall große Ereignisse, auf die ich mich freue.


Unsere reguläre Disy-Abschlussfrage: Was hat Sie das Leben gelehrt?
Höppner: Man soll nie mit Streit ins Bett gehen. Und jeder Tag, an dem man nicht irgendwann mal herzhaft gelacht hat, ist ein verschenkter Tag. Das sind zwei Regeln, die klingen so leicht, aber sie sind ganz wichtig. Ach und, liebe Disy! Ich möchte im nächsten Disy-Magazin alles über die schönsten Kleider des Balls sehen und lesen.


Versprochen!