"Für Immobilien in zentraler, ruhiger Lage werden bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt."

Konstantin Wettig, Geschäftsführer Engel & Völkers.

 

Die aktuelle Situation am Münchner Immobilienmarkt ist für gehobene Wohnimmobi- lien nach wie vor geprägt von einem Nachfrageüberhang – speziell nach großzügig ge- schnittenen Altbauwohnungen in Innenstadtnähe rund um die Maximilianstraße. „Für Immobilien in zentraler, ruhiger Lage mit gehobener Ausstattung werden derzeit bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt“, sagt Konstantin Wettig, Geschäftsführer von Engel & Völkers. Repräsentative Villen in Bogenhausen und Baugrundstücke in 1a- Lagen, für die bis zu 6.200 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, seien sehr gefragt. „Die südlichen Vorortlagen wie Harlaching/Solln und die Gemeinden Pullach und Grünwald ziehen aufgrund des lokalen-ländlichen Charakters nach wie vor in erster Linie gutsituierte Familien mit Kindern an“, so der CEO. Die Marktsituation ist als gut im Sinne des kontinuierlichen Wertzuwachses bei Immobilien zu bezeichnen. „München wird vor allem für ausländische Käufer immer interessanter“, erklärt Wettig. Seine Firma nehme vermehrt Nachfragen aus Fernost und Osteuropa wahr. Wettig prognostiziert: „München wird auf Jahre hinaus eine der gefragtesten Städte in Europa bleiben.“ Der Immobilienmarkt im deutschen Städtevergleich sei zwar bereits auf einem sehr hohen Niveau – international gesehen gebe es noch Luft nach oben. Als Problem schätzt Wettig den Boom für bezahlbaren, familiengerechten Wohnraum in Zentrumsnähe ein, dem prinzipiell nicht nachgekommen werden könne. Er schränkt jedoch ein: „Engel & Völkers ist aufgrund des Spezialisierungsgrades auf gehobene Objekte weniger von diesem Phänomen betroffen.“