Männer, Urlaub und Motoren

Mercedes, Porsche oder Harley – der neue Trend ist Abenteuerurlaub auf Rädern.

Faul am Strand liegen war gestern. Schöne Mädchen bestaunen in Brasilien, Abenteuer suchen in Thailand oder tauchen auf den Malediven kann jeder. Was momentan angesagt ist, ist Urlaub auf  Rädern. Eine Gruppe von Männern, gute Autos oder Motorräder, einmalige Landschaften und ein Hauch von Abenteuer. Aktivität und Abwechslung wird mit der Liebe zu starken Motoren gemischt. Machten wir früher Entdeckungstouren oder Pirschfahrten, haben wir als Erwachsene heute Porschefahrten in die Alpen, Mercedestouren in der Wüste oder Harleybrausen auf amerikanischen Highways. Lesen Sie, was Dresdner erlebt haben.

Mit dem Mercedes durch die Sahara

Wüste. Sonne. Sand. Wohin das Auge blickt. Mittendrin schieben sich 13 Mercedes Geländewagen über verwehte Pisten und holperige Wege. Darin Männer, die sonst nur auf Ashpaltstraßen vom Haus zum Büro oder über ebene Autobahnen von City zu City rollen. Unternehmer, Betonhersteller, Vermögensberater, Uhrenfabrikanten, Geschäftsleute. Auch Ulf Schütte nahm die Herausforderung an und fuhr mit dem Mercedes durch die Wüste.

„Es war unglaublich, was die Autos alles ausgehalten haben. Es ging hoch und runter, Häufig haben sich die Wagen im Sand festgefahren. Aber sie haben durchgehalten und irgendwie ging es immer weiter.“ Die erste Etappe führte über die Alpen an den Lago Maggiore und dann bis in den Hafen von Genua. Dort nahmen die Abenteurer die Fähre nach Tunesien und fuhren entlang der Küste, dann über die Gebirgszüge in die Sahara. „Das ist kein Wettrennen, sondern eine touristische Aktion“, so der Veranstalter. Die Fahrer erhielten von „Mercedes offroad“ vor Beginn Einweisungen in geeignete Fahrtechniken unter solch außergewöhnlichen Bedingungen:

  1. Wer es mit Vollgas versucht, wird feststellen, dass er sich statt vorwärts nur in Richtung Erdmittelpunkt bewegt.
  2. Niemals mit dem Fahrzeug in den Dünen springen – die Räder gehören stets auf den Boden. Vor allem, wenn es steil bergab geht. Geländewagen mit Frontmotor gehen dann in eine ballistische Flugbahn über, prallen mit dem Bug auf und überschlagen sich in der Regel vorwärts.
  3. Die Düne hat ein maximales Gefälle von 38,5 Grad. Sicher zu fahren sind Schräglagen bis etwa 30 Grad. ML oder G kippen zwar erst bei 40 Grad – aber der Wert ist beim seitlichen Rutschen und Einsinken schneller erreicht, als der Fahrer plant.

Nachts schliefen die Fahrer teils in noblen Hotels, teils in geräumigen Zelten. Morgens fuhr die Gruppe stets gemeinsam los. Immer wieder stoppte der Konvoi, weil alle helfen mussten, ein Auto aus dem Sand zu graben. „Schon lustig, wenn man in der Wüstenoase Dresdner Nummern findet“, lacht Schütte.

Oft musste zu Fuß nach geeigneten Fahrrouten über die Dünen gesucht werden. Auch war mit Muskelkraft nicht immer eine Weiterfahrt möglich, so dass häufig die wüstenerfahrenen Tourbegleiter von „Mercedes offroad“ uns mit Bergegurten freischleppen mussten.

Es war eine anstrengende und aufregende Tour, aber die Dresdner Teilnehmer waren sich einig: ein einmaliges Erlebnis.

Mit dem Porsche durch die Alpen (Uwe Podavka aus Dresden)

Imposant rauschten die 18 Dresdner Porsche hintereinander über die Autobahn nach Berchtesgaden. Kraft und Power auf dem Asphalt, gute Laune und Urlaubsfreude im Inneren der Wagen. Der Dresdner Porscheclub  machte eine Tour durch die Alpen – 2000 km in vier Tagen. Die Strecke: München - Berchtesgarden - Salzburg - Großglockner. „Gute Autos in einer tollen Landschaft, nette Leute und gutes Essen - was will man mehr?“, so Uwe Podavka (Porsche Dresden). Kulinarische Stärkung holten sie sich beim Spitzenkoch Eckhart Witzigmann in Salzburgs neuem Hot Spot „Hangar 7“ (drei Sterne).  

(Disy Men Herbst 2005)