• Februar 21, 2022
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„Ich bin der Gast der Fotos macht.“ Ben Gierig ist schon seit seiner Jugend passionierter Fotograf und nun auch im Hochzeitsgeschäft angekommen. Mit authentischen Fotos und einer sehr lockeren Art, lässt jedes Bild die Hochzeit noch einmal aufleben.

 

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Gierig: Meine erste Kamera hatte ich mit 13 Jahren. Es war die erste Digitalkamera meiner Eltern und die war zu größten Teilen in meinen Händen. Ich habe alles fotografiert, was mir vor die Linse kam. Dass ich dann wirklich Fotograf geworden bin, habe ich vielen glücklichen Fügungen zu verdanken.

Hast Du gleich als Hochzeitsfotograf begonnen?

Gierig: Ich habe in Dresden als Teamfotograf für die Monarchs und die Titans gearbeitet und für verschiedene Werbeagenturen fotografiert. Die erste Hochzeit, die ich in meinem Leben besucht habe, war die meiner Schwester. Ich hab einfach nebenbei ein paar Fotos von der Trauung und der Party gemacht. Das war mein Start in der Hochzeitsbranche. Mir ist es wichtig, unter Leuten zu sein, die lächeln, Spaß haben und gern fotografiert werden wollen. Ich verstecke mich auch nicht auf den Hochzeiten, sondern mische mich unter die Gesellschaft.

Gibt es für Dich so etwas wie einen Alltag?

Gierig: Nein. Die meisten Hochzeiten sind am Wochenende. Unter der Woche bin ich viel für Firmen unterwegs. Ich bin ein Nachtmensch. Tagsüber will immer Jemand etwas von Dir, da kann ich mich nicht fünf Stunden am Stück auf Bearbeitung konzentrieren und das muss ich, um mich nochmal in die Situation hinein versetzen zu können.

Bevorzugst du Einzel- oder Paarshootings?

Gierig: Einzel- und Paarfotografie haben ihre Vor- und Nachteile. Bei Einzelpersonen muss man mehr Wert darauf legen, wie die Person sich darstellt, weil sie allein im Fokus steht. Bei Paaren kann man allerdings viel mehr Emotionen zeigen. Vor allem durch Blicke und Berührungen, erzeugt man ein authentischeres Bild.

Kann man bei Dir ein besonderes Shooting buchen?

Gierig: Ich biete Unterwasser-Shootings an. Außerdem kann man mich bei Auslandshochzeiten nicht nur für den Tag an sich buchen, sondern auch für die Flitterwochen, um auch von der Zeit qualitative Fotos zu haben.

Was war Dein bisher schönstes Shooting?

Gierig: Jede Hochzeit ist für sich besonders und es gab überall Highlights oder Dinge, die nicht wie geplant funktioniert haben. Was aber für mich immer etwas Besonderes ist, sind Auslandshochzeiten. Die am weitesten entfernte Hochzeit bisher fand in Neuseeland statt. Die Hochzeit war am Strand und es hat den ganzen Tag genieselt. Aber während des Shootings sind die Wolken kurz aufgezogen und das hat die Stimmung perfekt unterstrichen.

Gibt es DAS perfekte Shooting?

Gierig: Ich glaube, das perfekte Shooting findet schon vorher statt, weil viel an der Kommunikation mit mir und dem Brautpaar hängt. Für mich ist es wichtig, das Paar vor der Hochzeit mindestens ein bis zweimal zu sehen um zu wissen, ob die Chemie stimmt.

Würdest du Fotografie als deine Berufung bezeichnen?

Gierig: Ohne Fotografie könnte ich nicht wirklich leben, das ist meine Passion. Für mich ist es das Schönste, die Reaktionen auf meine Bilder zu sehen. Aber ich werde auf jeden Fall nicht nur Hochzeiten fotografieren, um einem Trott zu entgehen.

Das klingt nicht, als ob Du in Zukunft ruhiger werden würdest...

Gierig: Auf keinen Fall! Das Leben ist kurz und dieser Beruf ist wunderbar geeignet, es intensiv und bunt in vollen Zügen zu genießen.