• September 15, 2023
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Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Freunde der Hamburger Kunsthalle

Der »TAG MIT FREUNDINNEN UND FREUNDEN« findet inklusive der Verleihung des Rosa-Schapire-Kunstpreises (20.000 Euro) – einer der bedeutendsten Auszeichnungen für Gegenwartskünstler*innen in Deutschland – statt

Der Freund*innenkreis der Hamburger Kunsthalle (Freunde der Kunsthalle e. V.) feiert im Jahr 2023 sein 100-jähriges Bestehen und öffnet am 18. September mit der Veranstaltung TAG MIT FREUNDINNEN UND FREUNDEN die normalerweise montags geschlossenen Türen des Museums. Exklusiv von 12 bis 20 Uhr sind die Mitglieder samt einer Begleitperson willkommen und alle, die an diesem Tag vor Ort Mitglied werden (mit 50% Ermäßigung auf den diesjährigen noch anfallenden Mitgliedsbeitrag). Zu sehen ist unter anderem letztmalig die Ausstellung 1923: Gesichter einer Zeit. Die Hamburger Kunsthalle würdigt darin ihren bedeutendsten Förderverein und zeigt rund 60 Kunstwerke, die alle um 1923 entstanden sind. Weitere Besonderheiten wie Kurzführungen, ein Kunststreckenlauf-Quiz und ein Flohmarkt im Museumsshop runden das Programm ab. Highlight ist um 18 Uhr die Verleihung des Rosa-Schapire-Kunstpreises der Freunde der Kunsthalle e. V. an die anwesende Preisträgerin Thu Van Tran. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis für eine bemerkenswerte Künstler*innenpersönlichkeit der Gegenwart ist derzeit eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Künstler*innen in Deutschland überhaupt. Die diesjährige Jurorin Daria de Beauvais wird den Preis zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Freunde, Ekkehard Nümann, und dem Kunsthallendirektor Alexander Klar übergeben.
 
Der 18.000 Mitglieder starke Freund*innenkreis der Hamburger Kunsthalle ist der größte Förderverein eines deutschen Kunstmuseums. Er unterstützt das Museum bei der Finanzierung von Ausstellungen, in der Vermittlungsarbeit, bei Ankäufen von Kunstwerken und betreibt den Museumsshop. Das Jubiläumsjahr 2023 wurde im Februar mit einem Senatsempfang im Rathaus eingeleitet und bietet das ganze Jahr über ein reiches Veranstaltungsprogramm. Zudem ist ein Jubiläumsbuch (39 Euro im Museumsshop) erschienen, mit dem sich ein spannendes Stück Zeitgeschichte öffnet.
 
Der Rosa-Schapire-Kunstpreis ist dem unerschrockenen Geist seiner Namensgeberin Rosa Schapire (1874–1954) verpflichtet, die als große Vorkämpferin der zeitgenössischen Moderne gilt und sich mit Mut und Leidenschaft insbesondere für den Expressionismus eingesetzt hat. Der Preis wird von jährlich wechselnden Juror*innen vergeben, die vom jeweiligen Direktorat der Kunsthalle berufen werden. Die Preisträger*innen waren bisher 2022 Simone Fattal, sowie vor einer Corona-bedingten Pause 2020 Kathleen Ryan, 2019 Tatiana Trouvé, 2018 Natalia LL, 2017 Ana Jotta sowie 2016 Dan Perjovschi.
 
Die Preisträgerin Thu Van Tran wurde 1979 Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) geboren und lebt in Paris (Frankreich). Sie erforscht das in der heutigen Zeit mehr denn je relevante Thema Vertreibung sowie die Geschichte des Kolonialismus ihres Geburtslandes. Ihre Arbeiten mit verschiedenen Formen und Materialien waren bereits unter anderem im Palais de Tokyo in Paris sowie im Carnegie Museum of Art in Pittsburgh (USA) ausgestellt. Aktuell zeigt das MAMAC in Nizza eine Einzelausstellung der Künstlerin.
 
Die berufliche Laufbahn der Jurorin Daria de Beauvais (*1977 in Paris) führte sie bereits an verschiedene renommierte Institutionen und Galerien in Frankreich, Italien und den USA. Sie ist derzeit leitende Kuratorin am Palais de Tokyo in Paris und lehrt unter anderem an der Universität Panthéon-Sorbonne.