Hilfsmittelversorgung zur Prävention, Rehabilitation und Leistungssteigerung

Von Dr. med. Axel Klein

 

Orthopädische Hilfsmittel sind im Sport ein wesentlicher Bestandteil in der Prävention und Rehabilitation von Verletzungen.

In der Prävention kommt es auf die genaue Anpassung, Gewöhnung und Schulung der Sportler sowie auf die regelmäßige Nutzung an, damit dass Hilfsmittel sachgerecht genutzt wird. Es müssen vorher die Regularien der Sportverbände beachtet werden, welche Hilfsmittel während des Wettkampfes erlaubt sind (z.B. keine Hartrahmen-Orthesen im Fußball, aber im American football möglich und mit siknifikanter Reduktion von Knievereltzungen eingesetzt.)

 

In der Rehabilitation hängt der Einsatz von Hilfsmitteln natürlich von der Schwere der Verletzung, aber auch von der Sicht des Behandlers - Operateurs ab. Günstig sind Hilfsmittel, die dem Heilungsstadium angepasst werden können, wie z.B. moderen Sprunggelenksorthesen, die anfangs die Verletzung rigide ruhigstellen und bis zur flexiblen Bandage abgerüstet werden können. Eine Beeinflussung zur Leistungssteigerung wird häufig postuliert, ist aber anhand von wissenschaftlichen Daten für Orthesen kaum nachweisbar.  Am ehesten gelingt dies für Kompressionsstrümpfe (bzw. Socken) im Ausdauersport, wo in Studien Leistungssteigerungen nachgewiesen werden konnten, aber vorrangig auch die Erholung nach hochintensiver Belastung positiv beeinflusst werden konnte. Ein wesentlicher Fakt ist gerade im Spitzensport aber auch die subjektive Beeinflussung der Sportler, die sich mit Hilfsmitteln sicherer fühlen, dass heißt, dass sie Leistung ggf. besser abrufen können.