Ab 2016 möchte Sachsen vom Innovationsfond profitieren

Die medizinische Versorgung auf dem Land wird immer schwieriger. Neue Konzepte müssen her. Doch die Länder können diese finanziell nicht alleine stemmen. Ab 2016 schüttet die Regierung deshalb 300 Millionen Euro jährlich aus einem Innovationsfond aus. 

 

Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (VSG) wurde auch die Einrichtung eines Innovationsfonds beschlossen. Bis 2019 sollen jährlich 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um innovative, sektorenübergreifende Versorgungsformen und Forschungsvorhaben zu fördern. Das Geld soll von den Krankenkassen kommen. 225 Millionen Euro sollen in neue Versorgungsformen, der Rest in die Forschung gesteckt werden. Schwerpunkte sind Projekte und Versorgungsleistung, die über die heutige Regelversorgung hinaus gehen. Darunter fallen zum Beispiel Projekte, die die unterversorgte Regionen stärken. Voraussichtlich werden 20 Projekte im Jahr finanziert.

 

Gestellt werden können Anträge auf Förderung durch Ärzte, Krankenhäuser, Praxiskliniken, Kranken- und Pflegekassen. Die Pharmaindustrie und Hersteller von Medizinprodukten sind hingegen von der Förderung ausgeschlossen. Allerdings werden nur Projekte gefördert, die in ihrer Art und Weise tatsächlich als innovativ gelten, über die aktuelle Regelversorgung hinausgehen und Sektorengrenzen überschreiten. 

 

Laut einer IGES-Studie im Auftrag des Verbandes der Ersatzkassen fehlt es allerdings noch an genauen Rahmenbedingungen und Vorgaben, welche Projekte förderungswürdig sind. Wahrscheinlich ist, dass vor allem die gefördert werden, bei denen es bereits Ergebnisse aus Vorreiterprojekten gibt. Es spräche demnach einiges dafür, dass der Fond sowohl Projekte von mehr als eine Million Euro als auch hoch innovative Projekte mit geringeren Fördersummen unterstützen solle. 

 

Auch in Sachsen ist man sich noch nicht sicher, wie genau von den Fördergeldern profitiert werden kann. „Zurzeit gibt es noch keine konkreten Pläne, da auch im Bund noch nicht alle Details geklärt sind“, sagt Helma Orosz. „Wir hoffen aber, dass wir bereits in den nächsten Monaten Modellprojekte vorstellen können, die von den Fördergeldern profitieren.“