Woran Sie eine gute Sonnenbrille erkennen

Der Sommer steht vor der Tür, die Vorfreude auf den Urlaub hat sich längst eingestellt und alles, was noch fehlt, ist eine passende Sonnenbrille für die heiße Zeit des Jahres. In den Läden warten viele verschiedene Modelle auf uns, aber welche Brille schützt wirklich und was muss beim Kauf beachtet werden?

Um sich optimal vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen, müssen die Gläser mit einem speziellen UV-Filter versehen sein. Dieser absorbiert einen Großteil der ultravioletten Strahlung, die für unser Auge schädlich ist.

Den UV-Schutz einer Brille kann man nicht sehen. Etiketten mit den Angaben UV 400 oder CR 39 weisen auf einen ausreichenden Schutzfilter hin, bieten jedoch keine ausreichende Sicherheit. „Die Etiketten werden direkt vom Hersteller aufgeklebt und nicht von den zuständigen Prüfinstituten. Der sicherste Hinweis für eine hochwertige und mit UV-Filter ausgestattete Brille ist immer noch der Preis“, so Jenny Walther von der Königsoptik in Dresden.

Sonnenbrillen mit dem CE-Zeichen entsprechen der EUNorm und bieten ihrem Träger optimalen Schutz. Ein hoher UV-Schutz-Faktor ist nicht gleichbedeutend mit einer optisch hohen Qualität der Gläser. Die ist davon abhängig, ob diese geschliffen (bei höherwertigen Brillen) oder gegossen sind (meist bei preiswerteren Modellen). Bei den Gegossenen wird der Blick meist durch Schlieren getrübt, die bei der Produktion auftreten. Das Sehen ist dadurch anstrengender und das Auge ermüdet schneller.

Neben einem guten UV-Filter ist auch die Größe der Gläser wichtig. Brillen mit kleinen runden Gläsern sehen zwar schick aus, bieten aber keinen ausreichenden Schutz, weil die Strahlung von der Seite aufs Auge treffen kann. Reicht die Brille oben bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand, sitzt sie gut.

Schließlich spielt die Farbe eine entscheidende Rolle beim Kauf. Modebewusste Zeitgenossen testen das volle Farbspektrum gern aus. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist, was gefällt. „Dieses Jahr sind riesengroße Sonnenbrillen mit breiten Bügeln in. So ist das Auge vor allem auch von der Seite gut geschützt. Außerdem kommen Glitzereffekte wieder groß in Mode. Farbige Modelle liegen weiter im Trend“, versichert Jenny Walther. Von Blau über Gelb bis grell Pink ist also alles erlaubt und im Sortiment der Anbieter vorhanden.

Aber man sollte immer im Hinterkopf haben: Farbige Sonnenbrillen verfälschen die realen Farben unserer Umwelt. Gerade im Straßenverkehr sollte
deshalb eher auf braune, graue oder graugrüne Modelle zurückgegriffen werden, die die Realität ziemlich genau wiedergeben. Rote oder blaue Gläser dagegen sind nicht empfehlenswert.

Anna Gnörrich und Sandra Eulitz