Sport und Bewegung sind wichtig für die gesunde Entwicklung

Für eine gesunde und leistungsfähige sowohl körperliche als auch geistige Entwicklung ist regelmäßige körperliche und sportliche Aktivitäten zusätzlich zu den Alltagsbewegungen besonders für die heranwachsende Generation essentiell. Zudem fördern regelmäßige sportliche Aktivitäten von täglich mindestens einer Stunde Dauer, laut aktueller Empfehlungen für Kinder und Jugendliche, die Persönlichkeitsentwicklung, das psychosoziale Wohlbefinden sowie das Erlernen von sozialen Kompetenzen besonders bei sportlichen Aktivitäten in der Gemeinschaft (Robert-Koch-Institut & Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung, 2008).

Neben anderen Freizeitmöglichkeiten (u.a. Treff mit Freunden, Musik hören, Fernsehen, Lesen, Basteln, Zeichnen, Computer) betätigten sich 63 Prozent der Dresdner Kinder und Jugendlichen in ihrer Freizeit regelmäßig sportlich, was bei den Jungen an fünfter Stelle der Freizeitrangfolge (69 Prozent) und bei den Mädchen an sechster Stelle (57 Prozent) lag (Lenz & Fücker, 2005a; 2005b). Im Vergleich dazu lagen körperlich passive Freizeitgestaltungen, wie Computerspielen, Musik hören und Fernsehen/Filme schauen, bei beiden Geschlechtern an jeweils höherem Rang (Lenz & Fücker, 2005a). Je älter die Befragten waren desto größer wurde der zeitliche Umfang von diesen passiven Aktivitäten. Zudem hat der soziale Status der Befragten auf ihre sportlichen Aktivitäten ebenfalls einen Einfluss. 52,4 Prozent der Befragte mit einem niedrigen Sozialstatus hatten in ihrer Freizeit Sport, im Vergleich zu 71,4 Prozent der befragten Schüler mit einem hohen Sozialstatus getrieben (Lenz & Fücker, 2005a).

Am häufigsten gaben die befragten Schüler an, Sportplatz, Park/Wald/Wiese, Sport- und Freizeitzentrum sowie Schwimmhalle/Freibäder als Freizeitangebote zu nutzen, wobei deutliche alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede deutlich wurden (Lenz & Fücker, 2005a). Kinder- und Jugendtreffs, Skaterbahn, Spielstraße spielten dagegen ein untergeordnete Rolle. Laut Angabe der Befragten fehlen weiterhin Sportplatz- und Sportanlagen für Fuß-, Basket- und Volleyball sowie Schwimm, Frei- und Erlebnisbäder (Lenz & Fücker, 2005a).

 

Quelle: Lenz, K., Fücker, M. (2005b): Zweite Dresdner Kinderstudie. Wie Kinder in Dresden leben. Tabellenband. [Aufruf am: 03.01.2012] URL:

www.kinderstudie.de/zdk/tabellenband_kinderstudie2005.pdf