Dresdner Straßen werden sicher

Ältere Menschen und Jugendliche bleiben Risikogruppe

 

Als Transportmittelunfälle werden in einer Kommune Straßenverkehrsunfälle gezählt, die mit verletzten Personen oder Todesfolge einhergehen. Differenziert werden kann nach der Art der Teilnahme am Straßenverkehr. Die Zahlen für tödlich Verunglückte oder Verletze verweisen auf die gesundheits- bzw. lebensgefährdenden Auswirkungen von Straßenverkehrsunfällen. Der Tod im Straßenverkehr gilt als vermeidbare Todesursache.

Für Dresden zeigt sich eine Verringerung der Verkehrsunfälle wie auch der Zahl der Verunglückten seit 1995. Als schwere Verkehrsunfälle gelten hier Unfälle mit Personenschaden und schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden im engeren Sinne. Unterteilt ist das Unfallaufkommen nach Ursachen. Hier erweist sich das "Nichtbeachten der Vorfahrt" vor "Geschwindigkeitsüberschreitungen" und "Alkoholeinfluss" als häufigste Ursache.

Bei 18- bis 25-Jährigen bleibt "nicht angepasste Geschwindigkeit" die häufigste Unfallursache. Auch Ursachen wie "Alkoholeinfluss" und "ungenügender Sicherheitsabstand" sind bei dieser Altersgruppe häufiger vertreten als bei älteren Verkehrsteilnehmern. Insgesamt gab es in Dresden im Jahr 2010 16.459 Verkehrsunfälle, davon 2.118 mit Personenschaden, das entspricht einem Anteil von 13,6 Prozent. Insgesamt verunglückten in Dresden im Jahr 2010 2.571 Personen, zwei davon wurden getötet, 441 waren schwerverletzt (Statistisches Landesamt, 2011). In der Altersanalyse der bei Unfällen schwerverletzten Personen in Dresden im Jahr 2010 werden insbesondere zwei Risikogruppen deutlich. Einerseits sind das ältere Frauen, die zu Fuß unterwegs sind, andererseits Männer ab 25 Jahren, die mit Fahrrädern am Straßenverkehr teilnehmen.

Aktuelle Daten des Mikrozensus belegen folgende Sachverhalte: Betrachtet man die Daten der Unfallverletzten, so zeigt sich, dass im Jahr 2009 bundesweit ca. 420.000 Unfallverletzte zu verzeichnen waren. Differenziert man nach der Art des Unfalls, so sind mehr als 240.000 Verletzungen im Haushalt bzw. in der Freizeit verursacht, wobei Freizeitunfälle häufig bei Personen in einem Alter von 15 bis 40 Jahren auftreten und Unfälle im Haushalt eher bei Personen von 65 Jahren und älter. Etwa 55 000 Verletzungen sind infolge von Verkehrsunfällen entstanden. Dabei bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede: etwa 25.000 Verkehrsverletzungen betreffen Männer und etwa 29.000 die Frauen.