Ein spannender Beruf mit Perspektive

Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)


Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) sind wahre Vielkönner! In der Welt der Arzneimittel, Salben, Tinkturen, Verbände und Pflegeprodukte kennen sie sich aus. Sie sind meist unsere ersten Ansprechpartner in den Apotheken. Mit der Zahl der Herausforderungen wachsen auch die Möglichkeiten, sich beruflich und persönlich zu entfalten. Die pharmazeutische Ausbildung spricht viele Neigungen und Fertigkeiten an. Sie kann die Grundlage für weitere Schritte auf der Karriereleiter sein. Die Job-Aussichten sind super, PTA sind im Arbeitsmarkt begehrt! 

Wer PTA werden will, braucht mindestens einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss. Die Ausbildung ist nicht klassisch-dual. Sie geht über zweieinhalb Jahre. Davon besuchst du in den ersten beiden Jahren eine staatliche oder private Berufsfachschule oder ein Berufskolleg. Der theoretische und praktische Unterricht umfasst interessante Kernfächer wie Arzneimittel- und Drogenkunde (Laborarbeit, Rezepturen), Botanik, Chemie, Diätetik oder Körperpflegekunde. In dieser Zeit steht auch ein 160-stündiges Praktikum in einer Apotheke an. Nach dem ersten schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungsteil sammelst du für ein halbes Jahr Praxiserfahrung in einer Apotheke. Mit der letzten mündlichen Prüfung, dem staatlichen Examen, ist es geschafft: du bist PTA und hast einen Beruf mit hoher Verantwortung und abwechslungsreichen Aufgaben. Bei rund 85 PTA-Schulen bundesweit kannst du dich anmelden – sicher gibt es auch eine in deiner Nähe bzw. in der Stadt deiner Wahl. An staatlichen Berufsfachschulen ist die Ausbildung in der Regel schulgeldfrei, an privaten Bildungseinrichtungen kostet sie monatlich zwischen 300 bis 500 Euro. Eine Förderung ist nach BAföG durch das Ausbildungsförderungsamt oder bei Umschulungen nach AFG durch das Arbeitsamt möglich. Im halbjährigen Praktikum erhältst du eine Ausbildungsvergütung von derzeit 670 Euro im Monat. Abi in der Tasche. Aber wie geht es weiter…? Du hast Abitur gemacht und Interesse an Pharmazie oder Medizin aber etwas Bedenken, dich für einen Studienplatz einzuschreiben? Eine berufl iche Ausbildung bringt Sicherheit und lässt Raum für alternative Pläne. Also warum nicht über eine PTA-Ausbildung nachdenken! Unter Umständen ist das für dich in der Orientierungsphase die richtige Option. Du machst entweder dein Glück oder gehst – wenn die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind – im Anschluss auf die Uni. Bange machen gilt nicht – in der PTA-Schule und in zahlreichen Praxisstunden lernst du alles, was für diesen schönen Beruf notwendig ist. Die Kundenkommunikation zählt zu ihren Hauptaufgaben. Sie informieren uns über Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten und entlasten den Apotheker engagiert bei vielen wichtigen Aufgaben. Die PTA sind es aber auch, die in der Rezeptur z.B. Salben, Arzneimittel und Tees herstellen und gefertigte Substanzen mit dem Arzneibuch abgleichen. Sie kontrollieren den Warenbestand, organisieren Bestellungen, messen, führen Buch über Giftstoffe oder Betäubungsmittel. Sie sind für unser Gesundheitssystem und die rund 20.000 Apotheken in Deutschland einfach unverzichtbar. PTA werden gesucht und fair bezahlt! Die Berufsaussichten für PTA sind ausgesprochen gut. Zum einen unterliegt der Wunsch nach guter Gesundheit keinen Trends. Zum anderen wird unsere Gesellschaft immer älter, der Therapie- und Arzneimittelbedarf steigt. Nach der bundeseinheitlichen Ausbildung bestehen nahezu flächendeckend allerbeste Chancen auf einen Job. Dieser kann neben Apotheken aber auch in einem Krankenhaus, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, bei Lehreinrichtungen oder Verbänden sein. Wer lieber sein eigener Herr ist, kann sich später als Trainer oder Pharmareferent selbständig machen. Durch gezielte Fort- und Weiterbildung öffnen sich weitere Türen. Das tarifliche Bruttogehalt liegt für Berufseinsteiger bei Vollzeit (40 Std./Monat) in Apotheken bei rund 2.000 Euro, im öffentlichen Dienst bei ca. 2.750 Euro. Mit wachsender beruflicher Qualifikation steigen die Tarife und auch die Chancen für eine übertarifliche Bezahlung stehen gut, denn PTA werden als Fachkräfte in den kommenden Jahren laut Marktanalysen sehr gefragt sein. Beruf und Familie lassen sich zudem im PTA-Beruf später einmal prima kombinieren, da Apotheken auch immer Bedarf an Teilzeitkräften haben. Nicht zuletzt deshalb dominieren mit rund 95 Prozent die Frauen bei den PTA. Also, PTA werden lohnt sich!