Wo wohnst du? - Welchen Einfluss das Wohnumfeld auf die Gesundheit hat

Sicherheit bei den alltäglichen Verrichtungen bedeutet, dass eine barrierefreie Wohngestaltung vorhanden ist, so dass das Verbleiben in der vertrauten Umgebung möglich ist. Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist gewährleistet, wenn im Bedarfsfall hauswirtschaftliche oder pflegerische Hilfen zur Verfügung stehen. Wohnen und spezifische Dienstleistungen sollen kombinierbar sein. Was die Sicherheit der sozialen Beziehungen anbelangt, so wünschen ältere Menschen ein stabiles Umfeld mit vertrauten Menschen und Netzwerken. Stabile nachbarschaftliche Beziehungen im nahen Umfeld sind ein wichtiger Faktor zur Sicherung der Lebensqualität. Vor allem, wenn mit zunehmendem Alter im normalen Alltag fremde Hilfe nötig wird, gewinnen gute nachbarschaftliche Beziehungen an Bedeutung. Die Dresdner Bevölkerung ist im Allgemeinen sehr zufrieden mit den nachbarschaftlichen Beziehungen in der Stadt. Gerade Ältere zeigen hohe Zufriedenheitswerte bei der Einschätzung der Nachbarschaft. Die Altersgruppen ab 55 Jahren können auch auf überdurchschnittlich aktive Nachbarschaftsverhältnisse verweisen. Fast die Hälfte der Befragten gab an, sich über einen gelegentlichen kommunikativen Austausch hinaus auch gegenseitig zu helfen. Nur wenige der über 65-Jährigen haben gar keinen Kontakt zu ihren Nachbarn (Kommunale Bürgerumfrage, 2008). Die Wohnzufriedenheit älterer Bürger in der Landeshauptstadt Dresden kann nach der Kommunalen Bürgerumfrage 2010 als gut bis sehr gut bewertet werden. Als besonders wichtig für ein gutes Wohnen sind den älteren Bürgerinnen und Bürgern die nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten, gute nachbarschaftliche Beziehungen sowie die Verfügbarkeit von gesundheitlichen Versorgungseinrichtungen. Jeweils mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit den o. g. Kriterien auch eher bis sehr zufrieden. Ferner spielen die Kriterien "Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel" sowie der "Zustand der Gehwege" eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Wohnqualität bzw. des Wohlbefindens am Wohnort. Während auch überwiegend die älteren Menschen mit dem Zugang zum ÖPNV zufrieden sind, ist die Zufriedenheit mit dem Zustand der Gehwege gemindert. Lediglich etwa ein Drittel ist mit dem Zustand der Gehwege eher bis sehr zufrieden. Dies ist eine künftig zu priorisierende städtische Aufgabe. Weniger Bedeutung bei der Einschätzung der Wohnqualität wird dem Vorhandensein von Bibliotheken sowie Frei-/Hallenbädern und Sportanlagen beigemessen. Die Zufriedenheit mit Frei-/Hallenbädern und Sportanlagen ist dabei auch wesentlich geringer als bei allen anderen Kriterien.