Wie gesund fühlen sich die Dresdener?

In Dresden wird im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage regelmäßig die Bewertung des Gesundheitszustandes und des Wohlbefindens abgefragt. Die aktuellen Werte stammen aus den Umfrageergebnissen von 2010. Insgesamt haben sich die Aussagen im Vergleich zur letzten Bürgerumfrage 2007 kaum verändert. 2010 schätzten 58 Prozent der Befragten ihren Gesundheitszustand als gut ein, 36 Prozent als einigermaßen zufriedenstellend und nur fünf Prozent bewerten ihn als schlecht. Frauen bewerteten ihren Gesundheitszustand insgesamt etwas schlechter als Männer. Mit Blick auf verschiedene Altersgruppen wird deutlich, dass die Zufriedenheit mit dem Gesundheitszustand mit zunehmendem Alter abnimmt. Aber erst ab 75 Jahren bewerten zwölf Prozent der Befragten ihren Gesundheitszustand als schlecht.

Der Blick auf einzelne Dresdner Stadtgebiete zeigt deutliche Differenzen. Den höchsten Anteil an Bewertungen eines guten Gesundheitszustandes erhielten Mockritz, Coschütz und Plauen, gefolgt von der Äußeren und Inneren Neustadt. Hier leben auch anteilig die meisten jungen Menschen. Hingegen weisen Stadtgebiete wie z.B. Gorbitz, Prohlis und Reick sowie westliche Gebiete (z.B. Cotta) einen weniger guten Gesundheitszustand auf.

Die Dresdnerinnen und Dresdner wurden im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage ebenfalls zu ihrem Wohlbefinden befragt. Diese Frage zielte auf den weit gefassten Gesundheitsbegriff der WHO, als Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens ab. Die Einschätzung des Wohlbefindens in Dresden zeichnet ein ähnliches Bild wie beim Gesundheitszustand. Generell lässt sich sagen, dass sich überwiegend viele Dresdnerinnen und Dresdner wohl fühlen. 60 Prozent gaben an, sich wohl zu fühlen, 36 Prozent fühlten sich zumindest noch einigermaßen wohl. Es gibt weniger Antworten in der Kategorie schlechtes Wohlbefinden. Ein Unterschied wird in der Altersverteilung deutlich. Vergleicht man die Aussagen zum Gesundheitszustand, so geben weniger die Jüngeren, aber mehr Ältere ein gutes Wohlbefinden an. Die Verteilung zwischen den Stadträumen bezüglich des Wohlbefindens entspricht in etwa der Verteilung hinsichtlich des Gesundheitszustandes.

Das Gesundheitsverhalten der Dresdener Bürgerinnen und Bürger wird eher als positiv eingeschätzt. Eine weitere Frage der Kommunalen Bürgerumfrage 2010 zielte deshalb auf die Ursachen für Beeinträchtigungen der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens ab. Die zwei Hauptgründe für Beeinträchtigungen sind zum einen die private finanzielle Situation sowie der Stress im Beruf. Vor allem Männer zwischen 25 und 54 Jahren empfinden sich durch die eigene finanzielle Lage beeinträchtigt. Durch Stress im Beruf fühlen sich Frauen mehr als Männer und Jüngere stärker als Ältere negativ beeinträchtigt. Stadträume, in denen dieser Grund besonders häufig angegeben wurde, sind Mockritz, Coschu?tz, Plauen, Gorbitz, Äußere und Innere Neustadt. An dritter Stelle rangieren mögliche Schadstoffe in Lebensmitteln. Eine untergeordnete Rolle spielen fehlende Sportstätten.