Dresden ist Geburtenhauptstadt Deutschlands

Die Analyse von Veränderungen in der Alterszusammensetzung der Bevölkerung bildet eine statistische Grundlage für die kommunale Stadtentwicklungspolitik. Die steigende Zahl der in Dresden geborenen Kinder ist eine bundesweit bemerkenswerte Entwicklung und wichtiger Ausgangspunkt für die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der kommenden Jahre. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist die Landeshauptstadt Dresden zur Geburtenhauptstadt in Deutschland erklärt worden.

Während bundesweit Lebensformen mit Kindern immer seltener werden, bestand 2006 in Dresden erstmals seit mehr als 15 Jahren wieder ein ausgeglichener Saldo der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. Das heißt, die Zahl der Geburten entsprach der Zahl der Sterbefälle. Seit Anfang der 1980er Jahre war die Zahl der Geburten zurückgegangen. Erst Mitte der 1990er Jahre stieg sie wieder an. In den letzten Jahren hat die Zahl der Geburten stetig zugenommen. Im Jahr 2010 wurden in Dresden mehr als 5 800 Kinder geboren. Das heißt, 1,54 Kinder pro Frau geboren. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Jahr 2003 mit einer Fertilitätsziffer von 1,33 geborenen Kindern pro Frau. Der Geburtenu?berschuss von u?ber 900 war 2010 so hoch wie seit Jahren nicht mehr (außer 1943).

Das Durchschnittsalter der Dresdner Mütter stieg dabei seit 1990 kontinuierlich an. Mittlerweile liegt es bei fast 31 Jahren. Den entscheidenden Einschnitt brachte hier die politische Wende, seit der sich das Durchschnittsalter der ostdeutschen Mütter dem Niveau in den westlichen Bundesländern nach und nach anpasste.