Wie gesund ist die Generation 50+

Laut den subjektiven Angaben im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage von 2010 wird ab dem 50. Lebensjahr das Wohlbefinden besser beurteilt als die Gesundheit. Ein Großteil der unter 65-Jährigen fühlt sich aufgrund chronischer Krankheiten oder Allergien beeinträchtigt. Weiterhin beeinflussen die finanzielle Situation, ein konflikt-reiches Privatleben und auch Arbeitslosigkeit die Gesundheit dieser Altersgruppe. Ab 65 Jahren werden zwar immer noch häufig private Probleme als gesundheitsbeeinflussend genannt, stärker wirken sich aber auch Alleinsein, Eintönigkeit im täglichen Leben und Unfallgefahr im Straßenverkehr aus. Diese Aussagen finden sich bei der Altersgruppe der über 75-Jährigen bestätigt, hier sind es überwiegend die chronischen Krankheiten und Allergien sowie das Alleinsein, welche die Gesundheit der Befragten negativ beeinträchtigen.

Im Alter nehmen Gesundheitsprobleme sowie die Dauer und Schwere von Erkrankungen zu. Nicht selten werden Krankheiten chronisch. Bei stationär behandelten Patienten über 50 Jahren sind die fünf häufigsten Diagnosen Herzinsuffizienz, intrakranielle Verletzungen, Gonarthrose (Arthrose des Knie-gelenkes), Hirninfarkt sowie Vorhofflattern und –flimmern (Statistisches Landesamt, 2011c). Betrachtet man die 15 häufigsten Diagnosen stationärer Behandlung getrennt nach den Geschlechtern, so zeigen sich spezifische Unterschiede (Statistisches Lan-desamt, 2011c; Tabellen 9 und 10). Während Herzinsuffizienz bei beiden Geschlechtern die häufigste Diagnose darstellt und auch bösartige Neubildungen unter-schiedlicher Organe gehäuft auftreten, so leiden vor allem viele Männer unter psychischen und Verhaltensstörungen infolge Alkoholkonsums.