Hund: Wirtschaftsmotor auf vier Pfoten - ein Milliardenmarkt

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In Deutschland leben ungefähr 31,6 Millionen Haustiere. Das sind immerhin 44 % aller Haushalte. Die Katze gilt als beliebtestes Haustier, danach folgen Hunde. Der Umsatz mit Heimtierbedarf wird auf rund 5 Milliarden Euro geschätzt. Tendenz langfristig steigend. Wie die deutsche Wirtschaft vom wachsenden Heimtiermarkt profitiert.



Wie teuer sind Hunde?
Eine Faustformel besagt: Ein Hund kostet zwischen 100 und 200 Euro im Monat. Und das ungefähr 14 Jahre, denn das ist die Lebenszeit der meisten Vierbeiner. In den letzten Jahrzehnten haben Hunde eine höhere wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Vor der Jahrtausendwende fristete dieser Markt eher ein Nischendasein. Viele Hunde wurden mit Essensresten vom Mittagstisch gefüttert.

Doch das hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. 2008 lag der deutsche Umsatz für Heimtiere noch bei 3,3 Milliarden Euro. Nun sind es circa 5 Milliarden Euro. In Europa geben nur die Briten noch mehr Geld für ihre Haustiere aus. Da sind es über 5,3 Milliarden Euro im Jahr. 


Hunde vs. Katzen: Welches Haustier ist beliebter?
Eine 2019 durchgeführte Studie der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse ergab, dass 15,2 % der deutschen Bevölkerung mindestens einen Hund besitzen. Die Anzahl der Katzen soll so bei 20 % herum liegen. Je nach Studie kommen verschiedene Ergebnisse heraus, wobei Katzen in jeder Statistik leicht führen.


Mehr als nur Hundefutter
Auf den ersten Blick machen Hunde hohe Umsätze durch Tiernahrung. Das ist richtig, wenn Sie sich die Entwicklung von Großkonzernen ansehen. 

Umsatzentwicklung der Heimtiersparte von Nestle:
- 2013: 11,239 Mrd. Franken
- 2014: 11,339 Mrd. Franken
- 2015: 11,488 Mrd. Franken
- 2016: 12,067 Mrd. Franken
- 2017: 12,406 Mrd. Franken
- 2018: 12,817 Mrd. Franken

Der positive Wachstumstrend aus dem Vorjahr hat sich fortgesetzt. Im Umsatz sind auch Katzen und andere Tiere enthalten, aber die Branche erlebt derzeit einen generellen Hype. 

Dieser Trend zeigt sich auch am Online-Handel. Immer mehr Menschen bestellen Hundefutter und sonstige Produkte wie Halsbänder übers Internet. Davon profitieren die deutschen Onlineshops wie Zoobio, Zooroyal und Zooplus.

Im Jahr 2019 soll der Umsatz von Zooplus bei stolzen 1,6 Mrd. Euro liegen. Weiteres Umsatzpotenzial liegt bei Hundezubehör wie Futternäpfen, Halsbändern oder Spielzeug. Zusätzlich profitiert der Tierarzt mit ungefähr 150 Euro im Jahr von Hundehaltern.

Fazit: Wachstum aus den Vorjahren setzt sich fort
Halter geben immer mehr Geld für ihren besten Freund aus. Die ganze Branche befindet sich auf Wachstumskurs. Es gibt auch versteckte Profiteure wie Zeitschriften für Haustiere oder Hundefriseure. Pensionen für Heimtiere freuen sich ebenfalls über diesen Trend. Generell investieren Herrchen und Frauchen verstärkt in hochwertiges Hundefutter. Die Kunden achten mehr auf Qualität, da Hunde als Familien-Mitglieder gelten.


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Quellen:

- www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/Der-Hund-als-Wirtschaftsfaktor-,tierliebe120.html


- www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/tierisch-gute-aktien-1027716721/2


- www.stern.de/wirtschaft/geld/was-sind-die-kosten-eines-hundes-im-laufe-seines-lebens--7809406.html


- de.statista.com/statistik/daten/studie/412591/umfrage/umsatz-von-nestle-mit-heimtierbedarf-weltweit/


- de.marketscreener.com/ZOOPLUS-AG-3015215/fundamentals/