• September 21, 2023
  • 3149 Aufrufe

IHK-Präsident zur Ansiedlungsentscheidung des taiwanesischen Chipkonzerns TSMC

Nachdem sich der Vorstand des taiwanesischen Chipherstellers am heutigen Dienstag für den Bau einer neuen Halbleiterfabrik in Dresden ausgesprochen hat, äußert sich Dr. Andreas Sperl, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden wie folgt:

"Nach der erst jüngst gestarteten Erweiterung von Infineon ein weiteres tolles Ergebnis für Dresden und Sachsen, das die internationale Attraktivität unserer Region als Wirtschaftsstandort nachhaltig belegt. Wichtig erachte ich aber auch das Signal für Deutschland als Industriestandort, gerade angesichts der aktuellen Diskussionen um die künftige Ausrichtung.   

Ich bin mir sicher, dass es mit der Entscheidung des weltgrößten Chipauftragsfertigers für Dresden gelingt, die internationale Bekanntheit und die Sogwirkung des mittlerweile größten Mikroelektronik- und IT-Clusters in Europa noch weiter zu steigern. Silicon Saxony hat sich als globales Markenzeichen etabliert, das für Investorenfreundlichkeit, Wachstumsperspektiven und erfolgreiche Kooperationen steht, wie die Ankündigung von TSMC beweist, mit den Partnern Infineon, Bosch und NXP gemeinsam für den Automotivbereich arbeiten zu wollen.

Hinzu kommt, dass wir mit dem Neubau auch strategisch einen wichtigen Schritt auf dem Weg vorankommen sollten, in der EU bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent an der globalen Halbleiterproduktion zu erreichen, um unabhängiger von globalen Lieferketten und geopolitischen Unwägbarkeiten zu werden."