Die eigene Domain zum neuen Webshop – Was Sie beachten sollten

Den meisten Menschen fällt es um einiges leichter, sich Wörter zu merken als lange Zahlenketten, wie beispielsweise die einer IP-Adresse. Deshalb haben Webseiten auch konkrete Namen. Sie sollen potenzielle Interessenten im Internet neugierig machen, einprägsam sein und den Inhalt der Seite wiedergeben. Wer sich eine bestimmte Domain sichern will, sollte jedoch wissen, worauf man achten muss.

 

Die Idee zum Webshop steht, die Mitarbeiter warten auf ihren Einsatz – nur die richtige Domain fehlt noch? Selbst wenn man einen Pool an potenziellen Domains hat, die das eigene Unternehmen zur Marke machen würden – häufig sind attraktive Namen schon vergeben. Aus diesem Grund schaltet die ICANN – die Organisation, die für die Vergabe der Domainnamen und IP-Adressen im Internet zuständig ist – bereits seit letztem Jahr Hunderte von neuen Domainendungen frei. Um die Auswahl zu erleichtern, sollte man auf bestimmte Endungen von vornherein verzichten. So sollte man ausgefallene Endungen nach Möglichkeit vermeiden, da sie im schlimmsten Fall unseriös wirken können.

 

Der richtige Name: kurz, einprägsam und unverwechselbar

 

 

Je komplizierter ein Domainname ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der User den Namen vergisst oder beim Eintippen Fehler macht – daher empfehlen sich kurze, einprägsame Domain-Namen. Als Alternative zur stark gefragten .com-Domain ergeben sich mit den neuen Top-Level-Domains der ICANN wieder neue Möglichkeiten. Dazu gehören z. B. .shop, .blog, .online oder die .web Domain von 1&1. Auch hier bietet es sich an, eine Domain zu wählen, die inhaltlich zur Webseite passt: Wer Produkte wie Kleidung oder Nahrungsmittel verkaufen möchte, sollte eher eine .shop Domain wählen als beispielsweise die Endung .blog, hinter der ein Internetnutzer ein Blog erwartet. Das gilt auch für länderspezifische Domains wie .de: Der Besucher rechnet mit einer deutschsprachigen, vertrauenswürdigen Webseite. Wird diese Endung mit einem aussagekräftigen Namen wie "Kochrezepte" kombiniert, werden die User-Erwartungen dann erfüllt, wenn auf dieser Seite Kochrezepte mit deutschen Maßeinheiten zu finden sind – und nicht etwa die Oldtimersammlung eines amerikanischen Firmenchefs, der gerne kocht.

 

Rechtlicher Schutz von Domain-Namen

 

 

Der Domainname dient aber nicht nur der Benutzerfreundlichkeit; er wird verlinkt und erscheint in Geschäftspapieren, E-Mails, auf Flyern oder Plakaten. Deshalb sollte man bei der Wahl des Domainnamens auch rechtliche Grundlagen berücksichtigen. Besonders eine Verletzung des Markenrechts kann ein neu gegründetes Unternehmens schnell vor große finanzielle Probleme stellen: Gerade im Hinblick auf Markennutzungen in der Domain drohen Abmahnungen und Gerichtsverfahren. Auf die Integration von Markennamen in der eigenen Domain sollte also verzichtete werden, es sei denn, der Rechteinhaber erteilt Ihnen schriftlich die Erlaubnis dazu.