Wie Verbraucher mit Gutscheinen beim Onlineshopping sparen

Mit dem Boom des Onlineshoppings entsprangen zahlreiche Onlineshops wie Pilze aus dem Boden. Obwohl die Möglichkeit, bei vielen verschiedenen Läden einzukaufen, ein Vorteil für den Verbraucher sein sollte, entstand gleichzeitig auch ein Überangebot. Verbraucher verloren den Überblick und konnten nur noch schwer entscheiden, welcher Onlineshop das bessere Angebot bietet. So entschieden sich Onlineshops mithilfe von Gutscheinen, Kunden anzulocken.

Der Gutschein - ein alter Hut

Auch wenn Onlineshops den Gutschein erst seit einigen Jahren verwenden, ist er im Grunde genommen ein altes, wenn nicht sogar das älteste, Marketingtool, das es gibt. Die Geschichte des Rabatt-Gutscheins begann 1887, als der Geschäftsmann Asa Candler auf eine raffinierte Idee kam: Er fertigte handgeschriebene Zettel an, die er verteilte und mit denen Verbraucher ein Glas Cola umsonst erhielten. Einige Zeit später, in den 1980er Jahren, machten die Gutscheine zwei Drittel des Zeitungsinhaltes aus.

In Deutschland boomten die Gutscheine nicht zur selben Zeit wie in den USA. Verantwortlich dafür war das Rabattgesetz. Das Couponing wurde in der Bundesrepublik erst ab dem 1. August 2001 möglich, als das Rabattgesetz wegfiel. Zu diesem Zeitpunkt waren Gutscheine in den USA bereits stark verbreitet und ein bedeutender Markt, Deutschland musste viel nachholen. Dies ist der Bundesrepublik im Großen und Ganzen gelungen. Praktisch jeder Mensch hat in irgendeiner Weise bereits einen Online-Gutschein genutzt, besonders beliebt sind laut statista Rabatt-Coupons, die Preisnachlass ermöglichen.

Formen und Konditionen von Gutscheinen

Der Sinn eines Gutscheins ist simpel: Als Marketinginstrument soll er Kunden dazu bewegen, in einem Onlineshop einzukaufen. Man unterscheidet heute zwischen mehreren Gutscheinarten, die spezielle "Aufgaben" haben:

  • Neukundengutscheine: Richtet sich an Neukunden und lässt sich nur von dieser Gruppe einlösen. Soll Verbraucher dazu animieren, in einem Onlineshop zum ersten Mal einzukaufen.
  • Bestandskundengutscheine: Dient der Kundenbindung und lässt sich nur von Bestandskunden (oder allen anderen Verbrauchern) einlösen. Sein Ziel ist es, alte Kunden zum erneuten Kauf zu bringen.


Neben diesen beiden Gruppen gibt es bestimmte Konditionen, die praktisch alle Gutscheine unterliegen, dazu gehören unter anderem:

  • Ablaufdatum: Fast jeder Gutschein ist nur begrenzt bis zu einem bestimmten Monat oder innerhalb eines festgelegten Zeitraumes einlösbar.
  • Wert: Jeder Gutschein besitzt einen Wert in einer Währung oder in Prozent.
  • Nutzung: Gutscheine unterliegen häufig bestimmten Einschränkungen bei der Nutzung. Sie dürfen zum Beispiel nur von Neu- oder Bestandskunden eingelöst werden (siehe oben) oder man darf sie nicht mit anderen Gutscheinen oder Rabattaktionen kombinieren.

Die Einlösung von Gutscheinen in Onlineshops

Gutscheine für das Onlineshopping sind in verschiedenen Formen erhältlich und werden dementsprechend unterschiedlich eingelöst. Die beiden bekanntesten Formen sind:

  • Manuelle Eingabe: Der Kunde erhält einen Gutscheincode per E-Mail, SMS oder findet ihn auf einem Gutscheinportal wie diesem hier und muss ihn manuell einlösen. Je nach Onlineshop wird der Gutschein in ein spezielles Gutscheinfeld im Bestellprozess oder Warenkorb eingetragen.
  • Automatischer Rabatt: Eine für den Kunden bequemere Variante ist der automatische Rabatt, der gewährt wird, wenn der Kunde einen (Affiliate-)Link anklickt. Der Kunde muss in diesem Fall ganz normal einkaufen und der Rabatt wird im Warenkorb automatisch angerechnet.