• Februar 22, 2024
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Wir sind mit dem TGV spät abends von Paris nach Bordeaux gefahren. Fast durchgehend mit 320km/h durch Frankreich gerast. Für die weite Strecke von Paris haben wir viel weniger gebraucht als von Frankfurt in die französische Hauptstadt.

So schön die Anreise war, desto schlimmer war das Hotel. Das Grand Hotel Bordeaux habe ich mir spontan auf der Zugfahrt selbst gesucht. Bei booking.com hatte ich es gefunden. Es sah aus, als wäre es das beste Hotel vor Ort.

Als wir am Bahnhof angekommen waren, gab es lange Schlangen an den Taxiständen, aber keine Taxen. Es war dunkel, kalt und voll.

Ich ging an einen Informationsschalter von SNCF - der französischen Bahngesellschaft. Obwohl die gerade schließen wollten, versuchten mir gleich drei Mitarbeiter sehr freundlich auf Französisch zu erklären, wie wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum InterContinental kommen könnten.

Obwohl wir sehr müde waren nach 2000km mit Zügen durch zwei Länder und Bahnhofswechsel in Paris mit der U-Bahn, gab diese Freundlichkeit neue Kraft. Zum Schluss schenkten sie mir sogar für Jeden ein 24h Ticket für alle Bahnen und Busse in Bordeaux.

Aus der Bahn rief ich im Hotel an. Man bestätigte mir das Angebot, das ich im Internet gelesen hatte.

Aber als wir endlich nach 14 Stunden Anreise im Hôtel an der Rezeption angekommen waren, bot man mir die Suite für rund 160 Euro teurer an. Etwa anderes wäre nicht mehr frei, erklärte die Rezeptionistin. Zumindest bräuchten wir nicht noch zusätzlich extra Geld fürs Frühstück zahlen.

Wir saßen lange in der Lobby bis wir in die Suite konnten. Zu essen gab es nichts mehr. Küchenschluss im ganzen Hôtel.

Die Suite war dunkel, häßlich, aber vor allem muffig und stinkig. Alles war sehr abgewohnt. Es ist immer nicht so schön, wenn man irgendwo spät im Dunkel ankommt.

Doch auch am nächsten Tag wurde es nicht besser.

Mehr über das Hötel seht und lest ihr im nächsten Post und ausführlich bei @luxushotel_guide.