Es gibt keine Probleme!

Karl-Heinz Bellmann, Situationskünstler

Hinter meinem Erfolg als Situationskünstler und dass ich wieder gesund bin, steht der Pfad der Erkenntnis – Jnana Yoga. Zum Beispiel, dass das eigene Ego der schlimmste Stolperstein im eigenen Leben sein kann. Oder, dass die Liebe der Ursprung allen Schaffens ist. Wenn ich etwas anfange, sei es privat oder geschäftlich, geht es mir in erster Linie darum, anderen Menschen diese Liebe zu geben, sie spielend zum Lachen zu bringen, aber auch tiefsinnige Freude zu bereiten. Dabei spekuliere ich nicht, etwas zurückzubekommen und erspare mir so Enttäuschungen. Es ist vielmehr der Gedanke des Dienens, aus dem ich persönlich Energie schöpfe. Durch eine schwere Krankheit habe ich außerdem erfahren, dass meine Prioritäten Familie und Freunde sind. Sie sind der Grundstein allen Lebens. Wenn dieser nicht fest und robust ist, hat alles andere, also auch die Karriere, keinen festen Stand. Außerdem habe ich gelernt, dass das Wort „Problem“ für mich nicht existiert. Es gibt nur verschiedene Situationen, denen man sich stellen und die man mit allen im Leben erlangten Erkenntnissen lösen kann.

Vita: Bellmann, Wirt des Jahres 1995, ist gelernter Heizungsmonteur und
Gastronom. Er betrieb mit 21 Jahren seine erste Kneipe, führte im „Panorama“
den „Oberhofer Bauernmarkt“ und legte 1977 mit dem Dresdner „Maigarten“
den Grundstein zur einmaligen Erfolgsgeschichte „Linie-6“, mit der
kleinsten Bühne Deutschlands. Über 600 Prominente aus 37 Ländern ließen
sich von ihm interviewen. Als Buchautor und Filmproduzent porträtierte er
Wolfgang Mischnick und Rolf Ludwig. Bellmann ist mit der Schauspielerin
Dorit Gäbler verheiratet und Vater von zwei Töchtern.