• Mai 24, 2022
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Pflastersteine werden überwiegend aus preiswertem Beton hergestellt. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Formen und Körnungen. Die Farben reichen von hellgrau bis hin zu gelben und roten Varianten. Hochwertige Naturmaterialien, wie Marmor, Sandstein, Basalt und Granit, werden verlegt, wenn hohe Ansprüche an eine ästhetische Gestaltung gestellt werden. Mit zunehmender Nutzungsdauer werden jedoch die Farben matter und Unkräuter besiedeln die Fugen, sodass eine Pflasterreinigung von Nöten wird.

Ursachen für die Verschmutzung von Pflastersteinen

Verrottende Pflanzenbestandteile, wie Laub, Sand und Pollen, die durch Wind herangetragen werden, Ruß und Streusalz sind die häufigste Ursache von Verschmutzungen der Oberflächen. Ameisen höhlen die sandverfugten Zwischenräume aus. Flechten, Algen und Moose fühlen sich insbesondere bei langanhaltender, feuchter Witterung auf den Steinen und insbesondere in den Fugen wohl. Das sieht unschön aus und ist, je nach Belag, auch gefährlich, da gerade bei Feuchtigkeit Gefahr besteht, auszurutschen. Am besten säubert man die Steinwege daher einmal im Jahr im zeitigen Frühjahr.

Womit man Pflastersteine am besten reinigt

Holzschrubber und Spüli oder Schmierseife sind zwar für alle Materialien geeignet, wirklich gründlich ist diese mühevolle und kräftezehrende Reinigung allerdings nicht. Möchte man Pflastersteine mit speziellen Reinigungsmitteln behandeln, sollte man sich zuvor bei der Gemeinde rückversichern, dass das entsprechende Mittel gestattet ist (Grundwasserschutz).

Nicht alle Steine vertragen jede Behandlung und jedes Mittel. Besonders empfindlich sind weiche Natursteine, wie Sandstein, die nur mit weicher Bürste und neutralem Reiniger gesäubert werden sollten. Von der Verwendung von Essig ist abzuraten, da er insbesondere die Oberfläche von kalkhaltigen Natursteinen (Marmor) angreift und auch bei Betonsteinen helle Flecken hinterlässt.

So geht man vor

Bei einem Pflaster mit geschlossenen Fugen ist ein Hochdruckreiniger mit rotierendem Aufsatz ein probates Werkzeug, um die Steine schnell und gründlich zu reinigen.

Folgende Vorgehensweise empfiehlt sich bei offenen Fugen und unebenem Material:

Groben Schmutz durch Abfegen der Fläche entfernen.

Extremes Moos- und Kräutervorkommen mit Fugenkratzer oder Drahtbürste beseitigen.

An unauffälliger Stelle den Hochdruckreiniger ausprobieren.

Den Druck langsam steigern (Vorsicht in der Nähe von verputzten Wänden!)

Herausgespültes Material nach Abschluss der Reinigung durch Sand oder Splitt ersetzen.

 

Tipps:

Einfacher als das manuelle Entfernen des Grünbelags ist das Einsprühen mit biologisch abbaubaren Mitteln. Dies sollte jedoch einige Wochen vor der Säuberung mit einem Hochdruckreiniger geschehen, damit das Mittel seine abtötende Wirkung entfalten kann.

Bevor die Entscheidung über das zu verwendende Material fällt, sollte man auch über die Möglichkeit zur Imprägnierung oder Versiegelung der Steine nachdenken. Dies erspart die jährliche Pflege.