Zuckerfalle Kinderlebensmittel

15 Prozent der deutschen Kinder sind übergewichtig, sechs Prozent sogar fettleibig. Manche davon haben jetzt schon mit Diabetes, Gelenkproblemen, Bluthochdruck und Herzerkrankungen zu kämpfen, mit dem Alter wird dies aber nicht besser, sondern noch schlimmer. Der Grund für dieses erschreckende Ergebnis ist die Lebensmittelindustrie, die mit kinderfreundlichen Werbemaßnahmen und Verpackungen Kinderaugen leuchten lässt. Leider sind Kinderlebensmittel aber die größten Zucker- und Fettfallen im Regal.

„Die Paula ist ne Kuh…“

Der Werbespot für den Paula-Vanille-Pudding von Dr. Oetker ist eine typische Kinderwerbung: Musik mit einfachem, eindringlichen Text zum Mitsingen, fröhliche Kinder, die im Garten herumtollen, dazu gibt es leckeren Pudding mit lachender Kuh auf der Packung. Was die Werbung natürlich nicht verrät: In einem Becker (125g) stecken unglaubliche 16,3 Gramm Zucker! Das entspricht fünf bis sechs Stück Würfelzucker. Dieses kleine, aber feine Detail fand foodwatch heraus, ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Rechte der Verbraucher und größere Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt einsetzt. In einer Studie von 2012 nahmen sie rund 1500 Kinderlebensmittel unter die Lupe. Etwa drei Viertel davon fielen in der Bewertung durch und wurden als zu zucker- oder fetthaltig deklariert.

Weitere entlarvte Kindersnacks:

 

  • Ehrmann Monsterbacke Fruchtquark (90g): 11,7 Gramm Zucker oder 4 Stück Würfelzucker
  • Danone Fruchtzwerge Duo/XXL (95g): 12,8 Prozent Zucker oder 4 Zuckerwürfel
  • Zott Monte Drink (200ml): 8 Stück Würfelzucker, mehr als die gleiche Menge Cola
  • Ferrero Kinder Choco Fresh (21g): 40 Prozent Zucker und Fett
  • Ferrero Kinder Maxi King (35g): 34,5 Prozent Zucker und 36 Prozent Fett
  • Ferrero Kinder Pingui (30g): 33 Prozent Zucker und 30 Prozent Fett
  • Ferrero Milchschnitte (28g): 30 Prozent Zucker, 27 Prozent Fett, ähnlich viel wie in einem Stück Schoko-Sahne-Torte
  • Capri-Sonne (200ml): 6,5 Stück Würfelzucker

 

Gesund naschen

Kinder müssen nicht komplett auf Süßigkeiten verzichten. 10 Prozent (etwa 100 bis 150 Kalorien oder 50 Gramm) der empfohlenen täglichen Energiezufuhr darf aus Süßem bestehen. Dabei gibt es aber auch Ersatzprodukte, die kinderfreundlich aussehen, süß schmecken, dabei aber auf Zuckerzusatz verzichten. Die Produkte von Freche Freunde, Mogli und Holle oder Hipp Obstbrei, Früchte-Spaß oder Reiswaffeln kann man seinem Kind z.B. ohne Bedenken geben. Die gesunden Snacks gibt es in der Drogerie vor Ort oder auch online bei baby-markt.de

Bei Babys sollte man so lange wie möglich versuchen, sie von Industriezucker fern zu halten, da man den Kleinen so den süßen Geschmack antrainiert. Obst, Trockenfrüchte, Reiswaffeln oder Dinkelstangen sind hier Alternativen zum Knabbern. Einige Rezepte, die sich optimal zum Mitnehmen eignen, hat das Magazin eltern.de

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