Eine Ode an die Torte

Wir gehen konditern

Oh, welch Genuss es doch ist, wenn das saftige Stück Torte auf dem Teller liegt. Die Kuchengabel schiebt sich langsam durch die cremigen Schichten. Im Mund zergeht der zarte Tortenboden und verschmilzt mit der Creme, zu einer köstlichen Geschmacksexplosion. Appetit? Disy traf sich zum süßen Gespräch mit Anett Schreiber, Verkaufsleiterin bei der Konditorei Schreiber in Pirna.

Was das schwerste ist? "Baumkuchen!" da muss Anett Schreiber nicht lange überlegen. Viele Schichten wollen gebacken werden. "Immer wieder scheitern Lehrlinge daran. Doch das ist gut, schließlich müssen sie es lernen", weiß Schreiber, deren Betrieb auch ausbildet. Immer wieder wird der Kuchen gebacken, in den Teig getaucht, gebacken und wieder in den Teig getaucht - bis er mit Schokolade überzogen wird und fertig ist. Das Spezialgebiet der Konditorei bleiben jedoch die Torten. Hier scheint die Auswahl an Variationen unendlich zu sein. "Wir wechseln relativ regelmäßig das Angebot. Klar, es gibt die Dauerbrenner wie Schwarzwälder Kirschtorte, Schokotorte oder Erdbeertorte", erzählt Schreiber. Trotzdem findet sich schon mal eine Torte im Angebot, die man eben nicht überall findet, zum Beispiel die Florida Beach Torte mit Orange. Dass die süße Versuchung mal aus der Mode kommt, kann sich Schreiber nicht vorstellen. Seit über 20 Jahren leitet sie inzwischen mit ihrem Mann die Konditorei. Ob zu Hochzeiten, der Schuleinführung, dem Geburtstag oder einfach ein Stück am Nachmittag zum Kaffee - Torten bleiben gefragt. Gerade für besondere Anlässe werden Fotomotive immer beliebter. Das Bild, das der Kunde auf seiner Wunschtorte haben möchte, wird zuerst eingescannt und gespiegelt. Natürlich kann es auch gleich digital verschickt werden. Anschließend wird das Bild mit Hilfe eines Spezialdruckers und Lebensmittelfarbe auf Esspapier gedruckt und von dort auf den eigentlichen Zuckerguss abgezogen. Doch bevor das Bild auf die Torte kommt, muss diese natürlich zusammen gestellt werden. Konditoren sind keine Bäcker, ihre Kreationen erfordern Kreativität, Geschick und auch ein gewisses Kunstverständnis. Der Tortenboden wird dünn geschnitten. Dann wird er Schicht für Schicht mit der gewünschten Creme eingestrichen. Dazwischen kommt je nach Bedarf wieder anderer Tortenboden. Um die Torte ansprechend zu verschönern, braucht es geschickte Hände. "Unsere Marzipanverzierungen stellen wir in Handarbeit her. Wird eine Rose gebaut, muss jedes Blatt einzeln modelliert werden - so sieht jede auch einzigartig aus", erzählt Schreiber. Schriftzüge oder Schokoüberzüge mit besonderen Mustern brauchen ebenfalls eine ruhige Hand. Doch das Ergebnis kann sich dann sehen und schmecken lassen. "Viele Rezepte stammen übrigens noch von den Großeltern meines Mannes", erzählt Schreiber. "Häufig regen uns aber auch Kunden an, neue Dinge auszuprobieren." Darüber hinaus werden auch saisonale Produkt wie Stollen angeboten. Leider wird der Beruf des Konditors häufig mit dem des Bäckers verwechselt. "Zugegeben verschwimmt beides auch immer mehr. Kaum eine Konditorei kann es sich heute noch leisten, keine Backwaren anzubieten und umgekehrt", weiß die Verkaufsleiterin. Dabei ist das Handwerk des Konditors immer noch ein ganz besonderes.

1869 Der Ururgroßvater von Tino Schreiber gründete in Meißen eine Zuckerbäckerei.

1913 Der Urgroßvater Arno Fröde (mütterlicherseits) von Tino Schreiber übernimmt auf der Breiten Straße in Pirna eine schon ansässige Bäckerei.

1933 Die Konditorei in der Breiten Straße 1/Pirna wird eröffnet

1949 Werner Fröde übernimmt den Betrieb seines Vaters Arno Fröde. Aus gesundheitlichen Gründen steigt Werner Fröde

1976 aus dem Geschäft aus.

1994 Die Konditorei in Pirna wird vom Konditormeister Tino Schreiber und seiner Frau Anett Schreiber wiedereröffnet

2014 Schreibers Sohn Christoph beendet seine Ausbildung zum Konditor

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