Villa-Marie hat in der Rubrik "Die beste Pasta Dresdens" gewonnen

Der Blick ist ein Traum. In dem kleinen Wintergarten gegenüber dem Blauen Wunder (Fährgässchen 1) hat gerade mal ein Tisch Platz. Sechs Stühle. Wir belegen nur einen Teil. Gemütlich. Ein Vorhang trennt uns vom übrigen Gastraum. Wie immer testen wir mehrmals. Besonders am Abend ist der Vorhang wichtig, die Gespräche hallen laut.

 

Das Licht ist grell. Aber an diesem Sonntag Mittag ist das Licht die hereinflutende Sonne, kommt die Gemütlichkeit vom klassisch gedeckten Tisch mit weißer Decke und Silberbesteck und das gute Gefühl vom neuen Kellner. Das ist super! Denn so hat der Service auch ein neues, freundliches Gesicht. Wir beginnen mit einer großen Flasche Wasser (6,20 Euro) und einem Cava Rosé (6 Euro).

 

Der Schampus wird offen gereicht, aber die Flasche am Tisch geöffnet. Gut!
Wir hätten gern eine gemischte Auswahl an Vorspeisen. Der Kellner lehnt ab, es gibt alles nur so wie es auf der Karte steht. Wir haben Verständnis, schließlich läuft parallel der große Sonntagsbrunch, das Haus ist voll. Um einen Überblick zu bekommen, bestellen wir also vier Vorspeisenportionen in der jeweils kleinen Variante: Vitello tonnato (10 Euro), Büffelmozarella mit Parmaschinken (10,50 Euro), Entenleber-Paté (12 Euro), gebratene Garnelen (12 Euro). Die Portionsgröße lässt Platz für mehr, der Geschmack aber nicht viel Spielraum nach oben. Die Vorspeisen werden klassisch serviert ohne viel „Schischi“. Die Produkte stehen im Vordergrund. Die Weinauswahl wollen wir dem Kellner überlassen, wie immer passend zu den Speisen. Der traut sich nicht, bringt uns Probiergläser. Da wir insgesamt nur 0,1 l trinken wollen, sind wir nach dem Tasting eigentlich schon fertig mit dem Thema Wein, aber nun können wir schlecht ablehnen. Es ist gut gemeint.

 

Die Hauptspeisen kommen zügig: Spaghetti mit Garnelen (kleine Portion 11 Euro), halbe Ente (23,50 Euro) und Dorade (24 Euro). In letzter Zeit waren wir schon immer begeistert von der Pasta in der Villa Marie. In manchen Restaurants kann man die Nudeln noch durchbrechen und es kommt eine Erklärung zu „al dente“. In anderen hat man Pasta-Matsch. Hier ist es genau richtig. Endlich mal perfekte Nudeln!

 

Die Ente ist gut. Vom Fisch sind wir begeistert. Die Haut ist super - nicht zu trocken, aber auch nicht schlabberig. Das Fleisch ist durch, aber überhaupt nicht trocken. Kräftig gewürzt, aber nicht übersalzen. Perfekter Ge- schmack. Und nicht zu vergessen - untadelig filetiert. Ein Tiramisu (8,80 Euro) und ein Panna Cotta (8,30 Euro) runden das Essen ab.

 

Fazit: Die Küche ist leicht, klar und klassisch. Auf Übermaß wird verzichtet. Die Attitude des Personals ist viel angenehmer geworden, damit auch die Gesamtatmosphäre. Und wenn man jetzt noch am Abend das Licht etwas gemütlicher dimmen könnte... 

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