Alles, was Sie zum Kochen brauchen

Von Holger Stromberg

 

Ich habe Ihnen in den letzten Disy-Ausgaben bereits gezeigt, wie eine gut organisierte Küche aussehen kann. Jetzt gehen wir ins Detail. Eine Profiausstattung muss nicht sein, außer Sie gewinnen so viel Spaß an der Sache, dass Sie auch in hochwertiges Zubehör investieren möchten. Für den Anfang tun es ein paar solide Grundwerkzeuge. 

  • Küchenwaage (möglichst bis auf fünf Gramm genau oder Digitalwaage) und Messbecher helfen beim Einteilen der Zutaten. 
  • Hilfreich sind zwei bis drei feine Siebe in unterschiedlichen Größen und ein grobes Sieb. Darin können Gemüse und Obst abtropfen, Saucen durchgeseiht und gegarte Nudeln, Reis und Getreide abgegossen werden. 
  • Ein oder zwei Schneidebretter aus Holz oder Kunststoff (letzte- res in guter Qualität, sonst sind im Nu Rillen darin) zum Schnippeln und Schneiden. Schneidebretter aus Holz sind grundsätzlich hygienischer als Kunststoffbretter, denn die Harze im Holz ziehen einen gewissen Selbstreinigungseffekt nach sich. Holzbretter gehören allerdings nicht in die Spülmaschine! 
  • Auf einer Vierkantreibe können Sie Möhren, Gurken oder Parmesan hobeln oder reiben. 
  • Apropos schneiden: Messer sind wirklich Chefsache. Hier lohnt sich die Investition in Qualität für ein kleines Gemüsemesser, ein größeres Kochmesser (mit dem können Sie auch Kräuter fein schneiden), ein Brotmesser mit Säge, ein Ausbeinmesser mit gebogener Klinge. Messer sollten immer gut in der Hand liegen und gut ausbalanciert sein. Der Umfang des Griffes muss zur Hand passen. Zum Schärfen setzen Sie einen Wetzstahl ein. Zum Putzen und Schälen von Gemüse und Obst brauchen Sie einen Sparschäler. Messer sollten am besten in einem Messerblock aufbewahrt werden. 
  • Rührschüsseln in verschiedenen Größen sind wichtig zum Sahne- und Eiweißschlagen oder zum Saucenrühren. 
  • Bei Töpfen sind drei Größen empfehlenswert (5 l, 3 l, 1 – 2 l). Stielkasserolen in zwei Größen sind praktisch für kleinere Mengen. Wärmeisolierte Griffe und ein Sandwichboden zur besseren Wärmeleitung sind empfehlenswert. 
  • Bei Pfannen sind ebenfalls verschiedene Größen praktisch. Ideal sind beschichtete Pfannen aus Aluguss und mit höherem Rand. So sparen Sie Fett beim Anbraten. Wenn die Pfannen hitzebeständige Griffe haben, können Sie sie bei Bedarf auch in den Ofen stellen. Für Töpfe und Pfannen bitte noch passende Deckel besorgen. 
  • Eine Auflaufform aus Metall, Porzellan oder Email ist schön für das Garen im Ofen und zum Servieren. Zum Aufschlagen von flüssigen Zutaten, Suppen und Saucen und zum Backen brauchen Sie ein Handrührgerät mit Quirlen und Knethaken. Manche gibt es auch mit Aufsatz für einen Pürierstab. 
  • An Kleinutensilien unverzichtbar sind ein Schneebesen zum Verquirlen von Flüssigkeiten, Kochlöffel aus Holz, Suppenlöffel und Schaum- kelle aus Edelstahl, ein Pfannenwender, eine Universalzange oder Pinzette zum Wenden. 
  • Praktisch ist eine Salatschleuder, mit der Sie Blattsalate und Kräuter schnell trocken bekommen, sodass die Sauce anschließend nicht ver- wässert. Im Zweifelsfall tut es aber auch ein sauberes Küchentuch, in dem Sie die gewaschenen Zutaten trocken schleudern können. 
  • Eine gute Pfeffermühle mit einem hochwertigen Mahlwerk und eine kleine Muskatreibe sollte im Gewürzregal nicht fehlen. Wenn Sie möchten, darf es auch noch eine Salzmühle sein. 
  • Last, but not least: Backformen für Brot und Kuchen, ein Nudel- holz zum Auswalzen von Teig sowie verschließbare Boxen und Gläser für Ihre Vorräte und Gewürze. Hilfreich sind noch ein Silikonpinsel (einfach zu reinigen und hygienischer als herkömmliche Küchenpinsel mit Borsten) zum Einölen und Fetten, ein Dosenöffner und ein Korkenzieher (ein einfaches Kellnerbesteck tut es in jedem Fall). Ein Dosenöffner?Aber nur für Tomatendosen, Sauerkraut oder weiße Bohnen. Alle anderen Fertiggerichte in Dosen sind tabu! Ein Mörser tut gute Dienste beim Zerstoßen von Gewürzen. Mit einem Kurzzeitwecker fällt es leichter, Zubereitungszeiten einzuhalten. Und eine Zitrus- presse tut gute Dienste beim Entsaften. 
  • Je nach Ihrer individuellen Weiterentwicklung in der Küche und Ihren Essgewohnheiten kann sich mit der Zeit zum Beispiel ein Wok dazugesellen oder anderes spezielles Zubehör etwa für die asiatische Küche nötig werden. Ist Ihre Küche eher traditionell oder regional angehaucht, brauchen Sie vielleicht eine Kartoffelpresse, ein Spätzlesieb, eine Geflügelschere oder ein Bratenthermometer. Insgesamt sollte man zusätzliche Ausstattung langsam und nach tatsächlichem Bedarf einkaufen. Wenn Sie sich gerne eine Saftzentrifuge oder eine Eismaschine anschaffen möchten (oder bereits besitzen), dann bringen diese Geräte Ihrer Gesundheit oder Ihrem Wohlbefinden reichlich wenig, wenn diese hinten links in der unteren Schrankecke ihren Platz finden. Denn eine Küche, die voller unnötiger Dinge steht, behindert eher das Arbeiten. 

 

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