Tag des Sächsischen Handels

...im TSW-Zentrum der Sächsischen Wirtschaft Radebeul

 

In seiner Begrüßungsrede machte der Präsident des Handelsverbandes Sachsen, Joachim Otto, vor weit über 200 Gästen mit Blick auf die Situation in vielen Innenstädten deutlich, dass der Handel vor Ort nach wie vor entscheidender Dreh- und Angelpunkt in einer Stadt ist. „Die Aufenthaltsqualität vor Ort und die Funktionalität der Kommunen sind in der Regel fest mit der Zukunft des Einzelhandels verbunden. Wenn also der Handel in unseren Städten stirbt, verlieren wir das Leben in den Städten.“, so Joachim Otto, und weiter: „Wir alle: Wirtschaft, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Immobilienbesitzer und Verwaltung müssen in einem engen Miteinander Lösungen finden, die urbane Vielfalt
zu erhalten oder neu zu schaffen. Dabei darf es bei der Debatte um die Stärkung unserer Städte keine Denkverbote geben. Neben einer gesunden Nutzungsmischung aus einem starken Handel, Gastronomie, Dienstleistung, Verwaltung, Wohnen, Freizeit, Kultur und Arbeit müssen wir beispielsweise auch darüber diskutieren, ob wir wieder mehr kleinteilige Produktion in den Innenstädten ansiedeln mund dazu die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden sollen. Räume zu definieren, um die Waren gleich in der Stadt herzustellen und Synergieeffekte zu nutzen, ist durchaus naheliegend. Andererseits bedarf es an der einen oder anderen Stelle auch einmaldes Mutes, Fehlentwicklungen der Vergangenheit mit Hilfe baurechtlicher Instrumente zurückzunehmen.“