Madeleine Friedrich - Ein ganz normaler Tag

Müde trotte ich ins Büro. Uff, gerade noch mal rechtzeitig angekommen. Unpünktlichkeit toleriert unsere Redaktionschefin Anja K. Fließbach gar nicht. Schnell noch den Hefter mit den neuen Texten geschnappt und ab geht es zur ersten Redaktionskonferenz des Tages, „Konfi“ genannt. Hier wird der Tag durchgeplant, Ziele gesteckt und am Abend müssen diese und jene Texte fertig sein. Wer hat noch Fragen? Niemand, also ab ans Arbeiten!

Ein Interview auf dem Tennisplatz steht an. Hoffentlich hält das Wetter aus. Fotos im Regen würden wieder zu Zeitverzögerung führen. Die Kinder wollen aber partout nicht interviewt werden, sie wollen Tennis spielen. Es ist nicht einfach vollständige Sätze aus ihnen herauszubekommen. „Wollt ihr nicht in die Zeitschrift kommen“, fragen wir sie. Schon sieht es ganz anders aus. Sie posieren freiwillig vor der Kamera, drehen sich und erzählen warum und wie lange sie schon Tennis spielen. Das sieht gut aus. Der Text wird heute also doch noch fertig werden.

Klick, klick, klick höre ich die Tasten meines Laptops. Die Seite füllt sich, aber diese ständigen Telefonanrufer unterbrechen meine Arbeit und vernichten die kreativsten Gedanken. „Nein, wir können ihnen doch keine Fotos liefern.“ oder „Wir können noch nicht sagen, wann die Veranstaltung stattfinden wird.“ Alles Aussagen, die mich nicht weiterbringen! Aber was soll ich tun. Das Manuskript wartet, ich versuche später eine Alternative zu finden.

Natürlich lese ich meinen Beitrag noch mehrmals und änderte ihn. Jetzt aber werden erst einmal Termine für die nächsten Artikel gemacht und Änderungen von alten Texten vorgenommen bevor die Abschlusskonferenz beginnt.

madeleine.friedrich@disy-magazin.de

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