• Dezember 15, 2022
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Nach langer Zeit erzählen wir Euch mal wieder vom einem Restaurant in Dresden, in dem wir schlechte Erfahrungen gemacht haben. Leider! Wir besuchten das Mamma Mia an der Kreuzstraße. Die Terrasse war um die Mittagszeit spärlich besetzt. Außer uns waren noch fünf Tische belegt. Alles deutete auf ein zügiges Mittagessen. Die Mittagskarte ist in drei Teile mit je vier Speisen zur Wahl unterteilt. Ein Menü mit Gericht, kleinem Wasser, kleinen Salat und Espresso gibt es schon ab 9,99 Euro. Das steigert sich dann zu einem Menü Gourmet für 12,90 Euro (mit Wasser oder Softgetränk und kleinem Salat oder Gemüse) bzw. Menü Premium (0,1 l Wein oder 0,25 l Bier  gibt es zusätzlich zur Wahl und für die Beilagen kann man auch Rosmarinkartoffeln statt Salat oder kleinem Gemüse bestellen). Alles bissel kompliziert und eigentlich ändert sich nur die Auswahl, nicht die Anzahl der möglichen Bestellungen. Wir warten 20 Minuten (!) zwischen dem Bekommen der Speisekarte und der Möglichkeit, überhaupt mal etwas zu bestellen. Die Kellnerin ist erst sehr lange im Innenraum verschwunden. Wir sehen sie in unserer Umgebung nur, als sie einem Hund unter’m Nachbartisch Wasser bringt (ist ja sehr nett, aber wir haben auch Durst) und als sie sich lange mit einer Essens-Reklamation am anderen Nachbartisch beschäftigt. Der uns gut bekannte Unternehmer fragt uns: „Ihr lasst doch das Essen auch zurück gehen, wenn es Mist ist, oder?“ Klar! Das ist unser erster Eindruck vom Mamma Mia in der Dresdner Altstadt. Wir können es nicht ändern, es war so:
- Hunde werden schneller bedient als Gäste
- Gäste lassen das Essen zurück gehen und finden es „Mist“
- Die Wartezeit ist unangemessen lang
- Die Mittagsmenüs haben nicht die einfachste Struktur

Aber spontan gefällt uns auch etwas:
- Die Preise.
- Die Werbung, dass die Pasta hausgemacht sei.

Es hatte wirklich eine kleine Ewigkeit gedauert, bis wir unser Essen bekamen. Leider waren die Nudeln und die Soße, also alles, komplett kalt. Nicht mal lauwarm, einfach kalt. Da wir so lange gewartet hatte, wollten wir nicht noch mehr Zeit mit einer Reklamation verbringen, aber sagen würden wir es schon. Der Gast am Nachbartisch hatte sein Essen ja auch zurück gehen lassen. Den Grund kennen wir nicht. Er sagte uns nur, es war: „Mist“ (mit Fleischstreifen). Wir aßen also kalte Nudeln. Wir hatten auf der Homepage gelesen, dass man Essen hier auch abholen könne. Wir wollten bestellen. Das wurde von der Kellnerin komplett abgelehnt. „Machen wir nicht.“ Wir hätten ungekochte Pasta mitnehmen dürfen und sollten sie dann selbst kochen. Die Begründung war, dass die selbstgemachte Pasta beim Aufwärmen verkleben würde. Hm! Aber warum die Kellnerin uns weder Tomatensuppe, Vitello Tonato oder Rinder Carpaccio einpacken konnte, erklärte sie nicht. Und dass man Ravioli nicht aufwärmen kann? Naja! Wir bestellten einen Latte Macchiato. Das heißt, wir wollten ihn bestellen. „Geht nicht“, erklärte die Kellnerin erneut. Die Kaffeemaschine sei kaputt. Gut, dann würden wir eben doch den Espresso nehmen, der beim Menü dabei war. Eigentlich hätten wir verzichtet. Aber irgendwas Warmes nach den kalten Nudeln, wäre schon gut.

Der Espresso war in der Tasse kaum zu finden (wir zeigen Euch Fotos im nächsten Post) und wir verzogen das Gesicht unabhängig voneinander und gleichzeitig. Was auch immer das war, es schmeckt scheußlich. An der Stelle erwähnen wir wieder, dass „Schmecken“ individuell ist. Zumindest wir zwei Tester mochten ihn gar nicht. Es mag Gäste geben... Ihr wisst schon. Was man aber nicht falsch interpretieren kann, war der Abschluss unseres Besuches. Nach dem Bezahlen wollten wir die Erlebnisse einem Verantwortlichen schildern. Ihr fragt ja oft, wenn wir etwas kritisieren, ob wir es auch direkt angesprochen haben.

 

Wie die Chefs reagierten, war ungewöhnlich. Der Besuch in Mamma Mia in Dresden war nicht sehr erfreulich. Als wir das einem Verantwortlichen schon im Gehen zumindest kurz schildern wollten, kam die Kellnerin mit der Antwort zurück: Beide Chefs wären da, hätten aber jetzt keine Zeit. Tja! Jeder Chef geht unterschiedlich mit Kritik um. Diese hier wollten sie nicht mal hören. „Sie können ja nichts dafür“, sagten wir der neuen Kellnerin (offenbar Schichtwechsel), die gefragt uns ja aber nicht bedient hatte. Ihr seht, wir haben es versucht, Eure Anmerkung umzusetzen und gleich vor Ort auf die nicht so guten Dinge hinzuweisen. Das nächste Mal verschwinden wir wieder wie immer leise. Bringt doch nichts.Richtig mies wurde es später. Am Abend stellten wir nämlich fest, dass aus unserer Tasche ein iPad fehlte. 

Im Mamma Mia hatten wir einen Pullover aus besagter Tasche genommen und deshalb das Tablet in unserer Erinnerung neben uns auf den Stuhl gelegt. Der Weg hatte uns nach dem Essen nur zum Parkplatz am Pirnaischen Platz geführt und anschließend war die Tasche bis zum Abend im verschlossenen Auto. Dann war das iPad weg. Ein Anruf im Mamma Mia brachte keinen Erfolg. Nur ein kurzes „Nein!“. Nun sind wir natürlich selbst dran schuld. Klar! Ganz allein! Man legt ein iPad auf einer Restaurant-Terrasse nicht auf einen Stuhl. Es kann auch gut sein, dass man uns das auf dem Weg zum Auto geklaut hat. Aber so bleibt uns der eh schon nicht so schöne Besuch im Mamma Mia in Dresden in noch schlechterer Erinnerung. Betonen wollen wir, dass dies kein Vorwurf, sondern nur eine Beschreibung des Ablaufs ist und wir allein die Verantwortung für das Wegkommen des iPads haben. Aber vielleicht auch eine kleine Warnung für Euch, auf Eure Sachen auch auf den Terrassen der Restaurants zu achten. Schließlich ist man da mit Essen und Gesprächen abgelenkt.