• September 29, 2026
  • 8005 Aufrufe

Dass ehemalige Sterneköche irgendwann ein eigenes, unkompliziertes Restaurant eröffnen, ist längst keine Seltenheit mehr. Ein schönes Beispiel dafür findet sich seit Kurzem an der Borsbergstraße in Dresden: Hier hat Benjamin Biedlingmaier, ehemaliger Sternekoch aus Dresden, das ALMA eröffnet.

Von außen wirkt das Lokal zunächst eher unspektakulär. Doch dieser erste Eindruck ändert sich schnell, sobald man das ALMA betritt und sich ein wenig Zeit nimmt.

Der Name ALMA stammt von Benjamins Tochter und steht für Lebensfreude und Leichtigkeit. Genau dieses Gefühl soll offenbar auch das Konzept des Lokals vermitteln: unkompliziert, freundlich und zugänglich.

Auf den ersten Blick wirkt die Karte ebenso einfach wie das Ambiente. Bei unserem Besuch am Nachmittag gegen 16 Uhr war die Auswahl überschaubar: Es gab Panini und Bagels sowie Kuchen.

Doch bereits der aufmerksame und freundliche Service deutete darauf hin, dass hinter dem zunächst einfachen Konzept mehr steckt. Die Kellner waren präsent, ohne aufdringlich zu wirken, und gingen aufmerksam auf die Wünsche der Gäste ein.

Besonders aufgefallen ist uns das Angebot an Smoothies. Für ein Restaurant an der Borsbergstraße ist das durchaus bemerkenswert. Gerade am Nachmittag schien das ALMA vor allem ein jüngeres Publikum anzuziehen. Auffällig viele Gäste saßen bei unserem Besuch mit ihren Smartphones da – eine Atmosphäre, die man an dieser Stelle so vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte.

Unser Besuch fand zu einer eher ungewöhnlichen Zeit statt. Gegen 16 Uhr war die Auswahl an herzhaften Speisen bereits auf wenige Kleinigkeiten reduziert.

Wir entschieden uns für einen Lachs-Bagel für 7,50 Euro und ein Stück Käsekuchen. Der Kellner teilte den Bagel auf Nachfrage problemlos für uns und beriet uns freundlich bei der Kuchenauswahl. Auch die bestellten Smoothies kamen zügig an den Tisch.

Gerade diese kleinen Gesten machten den Besuch angenehm. Es war keine große kulinarische Inszenierung, sondern vielmehr eine unkomplizierte Erfahrung: schnell, nett und freundlich.

Das ALMA ist sicherlich kein Restaurant, das schon durch seine äußere Erscheinung spektakulär wirkt. Gerade darin liegt vielleicht ein Teil seines Reizes. Hinter dem schlichten Auftritt steckt ein Konzept, das auf Leichtigkeit, einen freundlichen Service und eine moderne, junge Atmosphäre setzt.

Für einen kleinen Snack am Nachmittag oder einen entspannten Besuch scheint das ALMA jedenfalls gut zu funktionieren. Und vielleicht lohnt es sich, beim nächsten Mal zu einer anderen Tageszeit wiederzukommen – dann, wenn die Küche mehr als Bagel, Panini und Kuchen bereithält.

Und noch eine kleine Klarstellung zum Namen: Das Restaurant heißt tatsächlich ALMA und nicht „Almia“, wie wir zunächst vermutet hatten. Das kleine Zeichen über dem Namen ist ein Herz – passend zum Gedanken hinter dem Restaurant und seinem Namen.