Ein Neuling sorgt für Furore

VW Eos 2.0 FSI

getestet von Sascha Martin (Redakteur)

Obwohl weder ein italienischer Hengst noch sonst ein Statussymbol auf dem Kühlergrill prangt, erweckt der Eos sofort starkes Interesse. Das neueste Werk aus dem Hause Volkswagen polarisiert, kaum dass ich vor der Semperoper geparkt habe. Neugierige Blicke mustern den Sprössling aus Wolfsburg und inklusive meiner Person stellt sich allen die Frage: Ist er nun sportlich oder elegant? Mit einem Schmunzeln im Gesicht beim Anblick des staunenden Publikum, öffnet und schließt sich per Knopfdruck das innovative Falt-Stahldach. So ungefähr werde ich auch geschaut haben, als ich den Eos zum ersten Mal innerhalb von 25 Sekunden vom Coupé zum Cabriolet verwandelt habe. „Sehr elegant!“, ist die einstimmige Meinung des versammelten „Fachpublikums“.

Mit einem überraschend angenehmen Grollen antwortet der Eos beim Betätigen des Gaspedals, als ich den Schlossplatz verlasse. „Sportlich, sportlich“, sind meine Gedanken und mit einem zügigen Sprint verlasse ich Dresden auf der Autobahn gen Pirna. Tempo 200 sind schnell erreicht und auch bei geöffnetem Verdeck ist der Fahrtwind noch wie Musik in meinen Ohren.

Beim Blick in den Innenraum im Aluminium-Look kommt es mir wieder in den Sinn: „... elegant, elegant“. Die Sitze bieten guten Seitenhalt und sind bequem zugleich. Weitere Pluspunkte sammelt der Eos mit dem guten Soundsystem, welches auch bei höheren Geschwindigkeiten und geöffnetem Verdeck ohne Probleme den Kampf gegen die Fahrgeräusche gewinnt.

Den kurzen Stopp an der Raststätte nutze ich für den Alltagscheck, sozusagen die Achillessehne aller Cabrios. 380 l Gepäckraumvolumen bei geschlossenem Dach sind ganz beachtlich, der Open-Air-Fahrspaß dezimiert den Kofferraum auf 205 l. Ein großer Picknick-Korb findet dann immer noch darin Platz, aber auch auf den Rücksitzen lässt sich noch einiges verstauen. Für den dritten Erwachsenen wird es jedoch schwer, im Fond Freude zu empfinden, obwohl der Einstieg durch sanft nach vorne gleitende Vordersitze einfach gemacht wird. Beim Verlassen der Raststätte stören mich zweierlei Dinge. Zum Einen die sportliche Dehnübung, um den Sicherheitsgurt schräg links hinter mir zu greifen, und zum Anderen die Regenwolken, welche plötzlich am Horizont auftauchen. Bei nun geschlossenem Dach macht sich eine weitere Innovation positiv bemerkbar, auf die mich die sympathische Verkäuferin im Autohaus hingewiesen hat: das elektrische Ausstelldach, das jederzeit separat geöffnet werden kann.

„Halboffen“ fahre ich also nach Dresden zurück und beende meine Suche nach Antworten mit dem Fazit: der VW Eos – sportlich und elegant.

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