Passt in den Dresdner Sommer

Chrysler Crossfire Roadster

Getestet von Daniel Scholz (Fotograf)

Wer jemals in diesem Auto gefahren ist, will es nicht wieder hergeben. Zumindest ergeht es mir so. Ein wunderschöner Chrysler Crossfire Roadster erwartet mich bei Glöckner Automobile. Nachdem ich anfangs einige Umstellungsprobleme von meinem T3-Whitestar auf den Chrysler Crossfire Roadster habe, gewöhne ich mich relativ schnell an den reaktionsschnellen Automatikflitzer.

Meine große Fototasche passt zwar relativ knapp in den Kofferraum des Zweisitzers, aber – sie passt. Ein wesentliches Kriterium in der Praxistauglichkeit ist damit für mich erfüllt. Im Innenraum ist der Crossfire schön übersichtlich gehalten und mit Silber/Schwarz strahlt er kühle Eleganz aus. Kein technischer Schnickschnack, sondern Konzentration auf das Wesentliche prägen das Innenbild. Außen gelingt ein durchgehend sehr sportlicher Auftritt mit der für Chrysler typischen Betonung auf den Kühlergrill. Er liegt wesentlich tiefer als mein Wagen und so muss ich mich als Erstes an die nicht immer einsehbaren Ausmaße gewöhnen. All dies hinter mir, gebe ich mich nun dem „offenen Fahren“ hin. Es ist ein vollkommen neues Fahrgefühl, welches unbedingt in den Sommer von Dresden passt. Die Umwelt wirkt wesentlich greifbarer, und das ermöglicht ein viel bewussteres Fahren als in einem „Geschlossenen“. In der Stadt und auf der Landstraße ist es selbst bei bewölktem Himmel ein voller Genuss, in diesem Roadster zu cruisen. Wer es allerdings auf der Autobahn etwas eiliger hat (so wie ich bei der Testfahrt), sollte nicht schneller als 220 fahren oder einen guten Friseur am Zielort kennen.

Am Abend fiel es mir schon schwer, dieses starke Fahrgefühl wieder abzugeben. Aber der Traum bleibt.

 

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