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Welche ist dem Dresdner die Lieblingsuhr, was trägt man(n) auf dem SemperOpernball und welches Potenzial hat die „Apple Watch“? Ralf Pfeiffer, Geschäftsführer der Wempe-Niederlassung in Dresden, verrät Disy die aktuellen Uhrentrends.

 

Wie ist der Uhren-Trend beim SemperOpernball?

Pfeiffer: Auf dem letzten SemperOpernball habe ich mir im Speziellen die Handgelenke der Männer angesehen. Es werden vermehrt sportliche Modelle wie von Rolex und Breitling zum Smoking getragen, wobei klassische Uhren wie z.B. die Reverso von Jaeger-LeCoultre natürlich deutlich besser passen.

 

Welche Uhren-Marke wird von den Dresdnern am häufigsten gekauft?

Pfeiffer: Wir führen in Dresden 18 Uhrenmarken, darunter Rolex und Patek Philippe. Natürlich spielt der Standortvorteil zu Glashütte eine große Rolle, daher werden Uhren von A. Lange & Söhne, Glashütte Original, Nomos und die eigenen Wempe- Uhrenlinien sehr gerne gekauft.

 

Was ist Ihrer Meinung nach bei Wempe besonders?

Pfeiffer: Das Besondere bei Wempe als Familienunternehmen ist die lange Tradition und die Internationalität sowie die Produktion der eigenen Uhrenmarke Wempe Glashütte i/SA und der Schmuckmarke BY KIM. Neben den deutschen Niederlassungen sind wir auch in New York, Paris, London, Madrid und Wien vertreten. 

 

In welchen Preiskategorien kauft man bei Wempe?

Pfeiffer: Unser Einstiegsmodell bei mechanischen Uhren liegt bei ca. 600 Euro, da bekommen Sie eine schöne Uhr von Junghans. Einstiegsmodelle aus Glashütte mit mechanischem Werk kosten um 1.100 Euro. Genauso gut kaufen Kunden im höheren Preissegment ein, z. B. kann eine Patek Philippe mit Komplikation durchaus im sechsstelligen Bereich liegen.

 

Was halten Sie von dem aktuellen Trend der Smart-Wear, wie zum Beispiel die „Apple Watch“?

Pfeiffer: Die Smartwatch ist ein großes Thema. Ein paar Kunden sind auch schon damit am Handgelenk zu uns ins Geschäft gekommen, aber ihr Interesse an mechanischen Uhren ist genauso groß. Hier treffen einfach zwei Welten aufeinander: Beide Produkte sind eigentlich nicht miteinander zu vergleichen und beide haben ihre Berechtigung.

 

Könnte dies auch ein Segment für Wempe werden?

Pfeiffer: Die mechanische Uhr bleibt nach wie vor im Fokus, aber wir beobachten sehr genau, was sich im Bereich der Smartwatch tut. Sobald etwas dabei ist, was den Ansprüchen unserer Kunden gerecht wird, wird das Thema für uns interessant werden. Die Trends wechseln hier sehr schnell. Das ist auch der große Unterschied zur mechanischen Uhr: Sie ist zeitlos und für die Ewigkeit.

 

Gibt es ganz aktuell Uhrenmarken, bei denen Sie sich vorstellen können, sie mit in das Sortiment zu nehmen?

Pfeiffer: Ja, zum Beispiel Tutima. Dies ist eine ambitionierte Marke, die aus Glashütte stammt und bei uns seit Anfang des Jahres erhältlich ist.

 

Wie lange sind Sie Geschäftsführer der Dresdner Wempe-Niederlassung?

Pfeiffer: Ich bin seit 1. Januar 2015 Gesch.ftsführer der Wempe-Niederlassung. Bevor ich bei Wempe angefangen habe, war ich bei A. Lange & Söhne stellvertretender Boutique-Manager in Dresden.

Rolex

Diamantbesetzte Ausführung der Cellini Time in 18 Karat Everose-Gold mit 39-Millimeter-Gehäuse und einfacher oder doppelter diamantbesetzter Lünette. Roséfarbene Zifferblätter vervollständigen ihr Erscheinungsbild. Details: 18 Karat Everose-Gold (Lünette verarbeitet mit 62 Diamanten) mit Alligatorlederband. Preis: 19.850 Euro

Patek Phillippe

Klassische Runduhr in Roségold mit elfenbeinfarben lackiertem Ziffernblatt und aufgesetzten Goldindexen. Mit Datumsanzeige und handgenähtem Alligator-Lederband in dunkelbraun. Preis: 21.930 Euro

Tutima Glashütte Patria Dual Time

Klassisch und praktisch: Ein 43-Millimeter- Rotgoldgehäuse schützt das Kaliber Tutima 619, das auf dem weitaus komplizierteren Hommage-Handaufzugswerk Tutima 800 basiert. Rotgoldfarbene Zeiger und ein klassisch gestaltetes Zifferblatt knüpfen an Glashütter Traditionen an. Den Totalisator bei der Sechs teilen sich die kleine Sekunde und die zweite Zeitzone mit blauem Zeiger. Preis: 14.900 Euro

Wempe Glashütte i/SA

Der Chronograph ist mit einer Tachymeterskala ausgestattet und wird automatisch angetrieben. Die Kombination von mechanischer Stoppfunktion und Automatikantrieb ist eine feinmechanische Herausforderung, die erst 1969 von den Uhrmachern gemeistert werden konnte. Um die ohnehin schon hervorragenden Werte bei der Chronometerprüfung nochmals zu verbessern, wird der Chronograph in der Sternwarte mit einer eigens konstruierten exzentrischen Feinregulierung ausgestattet. Die feine und exklusive Reliefgravur der Glashütter Sternwarte auf dem Rückdeckel des Gehäuses vollendet diese Uhr auch optisch.