Die 10 wichtigsten Schuh-Regeln für den SemperOpernball

1. Bei einem schlechten Schuh hilft auch ein toller Anzug nichts. Meist machen sich die Leute aber obenherum schick und die Schuhe werden vernachlässigt

 

2. Das heraus stechenste Merkmal ist eine angenähte Ledersohle. Schuhe mit Kunststoffsohlen sollten für Anlässe wie den Opernball ein absolutes No-Go sein. Damit kann man sich auf dem Parkett nicht gut bewegen.

 

3. Gute Schuhe erkennt man am Leder. Wenn man mit dem Finger darauf drückt sollte es keine Falten werfen.

 

4. Ein guter Schuh muss klare, schlichte Linien haben. Die Lochung sollte nicht zu groß sein und der Rand der Laufsohle nicht zu breit.5. Der Schuh ist ein Staussymbol, mit dem sich wichtige Männer in der Wirtschaft erkennen. Das kennt man von Uhren, betrifft aber Schuhe ganz genau so.

 

6. Klassiker ist der schwarze Oxford Plain. Ohne einen schwarzen Oxford Plain käme man im Buckingham Palace nicht einmal über die Türschwelle.

 

7. Als Design geeignet ist das typische, britische Understatement. Das, was die englischen Regeln ausmacht ist, dass das Material und die Verarbeitung edel sind,aber immer zurückhaltend und nie protzig.

 

8. Alternative ist höchstens ein schwarzer Derby. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen ist die Art der Schnürung. Beim Derby Schuh liegen die Schnürteile auf dem Vorderteil auf, Schuhmacher nennen das Blatt. Beim Oxford schieben sich die Schnürteile darunter.

 

9. Das sind die Regeln der Etikette. Es gibt immer Menschen, die auffallen wollen.Aber um einen Stil zu übertreten, muss man ihn zuerst einmal beherrschen.

 

10. 'No Brown after six'. Schwarz ist die Farbe für einen solchen Anlass. Und natürlich sollten Schuhe geputzt sein. Sonst nützt auch der beste Schuh nichts.

 

(Disy fragte Schuh-Experten Alexander Preiß)