• Februar 25, 2020
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Wie nach Hause kommen.

Wie oft haben Sie jetzt schon den Dresdner SemperOpernball
besucht?
Lindner:
Ich weiß es nicht ganz genau, es dürfte aber das fünfte Mal sein.

 

Alles beim Alten oder gibt es auch Überraschungen?

Lindner: Jedes Jahr gibt es bestimmte Überraschungen und dennoch gibt es auch gewisse Traditionen, die man eben schon im Vorfeld kennt und sich drauf freut und weiß, die gibt es nur auf dem SemperOpernball und nirgendwo anders.


Was gefällt Ihnen besonders gut?
Lindner:
Diese wunderbare Verleihung des St.-Georgs-Ordens, die wir immer miterleben dürfen - auf dem VIP-Empfang und nachher in der Oper natürlich nochmal ausführlicher. Der Preis wird verliehen für großartige Leistungen für tolle Persönlichkeiten, die man dort auch mal live erlebt. Das ist schon sehr spannend. Und dann eben dieses ganze Ballerlebnis mitzuerleben jedes Jahr, das ist schon etwas Wunderbares. Man trifft liebe Freunde, man trifft Kollegen, man kann sich nett unterhalten – das ist der Dresdner SemperOpernball. Für uns ist es einfach
wie immer wieder wie nach Hause kommen.


Welche Mitwirkenden mögen Sie besonders?
Lindner:
Den Moderator Roland Kaiser. Auch er ist Gast dieses Hauses schon seit vielen, vielen Jahren. Aber dass er diesen Ball nun schon zum zweiten Mal moderieren würde, hätten wir glaube ich alle nicht gedacht. Und deswegen ist es für uns auch eine große Überraschung gewesen, als wir das dann erfahren haben. Ich kenne Roland wirklich lange und ich weiß, dass er lieber singt, anstatt zu moderieren und ich denke mal schon, dass er da immer ein bisschen ein flaues Gefühl im Magen haben wird.


Sind Sie selber auch ein großer Opern-Fan?
Lindner:
Ich bin jetzt nicht so wahnsinnig versiert, muss ich ehrlich zugeben, aber ich liebe Klassik, ich liebe so fantastische Opernhäuser wie eben hier die Semperoper. Wir haben auch in München ein wunderschönes Opernhaus, die Bayerische Staatsoper. Es ist jedes Mal ein Erlebnis, in so ein Haus zu kommen und wunderbare Aufführungen zu erleben. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich schon so viele Momente erleben durfte.

 

Wie gefällt Ihnen Dresden?
Lindner:
Dresden als Stadt, kenne ich natürlich seit der Wende. Das sind jetzt 30 Jahre und ich habe das alles miterlebt, wie sich auch die Stadt wieder aufgestellt hat. Es war für mich immer wieder ein Erlebnis, hierherzukommen, zu erleben, wie die Frauenkirche aus diesem Schuttberg entworren worden ist. Ich erinnere mich, wo die einzelne Teile wieder aufgerichtet wurden und nummeriert waren. Und dann kann ich mich natürlich genau daran erinnern, als in Dresden die Unterkirche
wieder zu besichtigen war und natürlich das allerschönste, als die Kirche dann fertig war. Da rein zu gehen, in dieses Wahnsinns-Bauwerk, war für mich ein unvergesslicher Moment, der mich mein ganzes Leben begleiten wird, muss ich sagen. Und darüber hinaus ist Dresden natürlich eine Stadt, die schöner nicht sein könnte. Also jeder, der noch nie hier in Dresden war, der muss einfach diese Stadt mal erlebt haben. Denn ja, das Elbflorenz hier in Sachsen, das ist einfach bezaubernd. Ich freue mich immer wieder, wenn ich nach Dresden komme.