• Oktober 23, 2026
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Die Jugendherbergen in Bayern haben ihren ausgewiesenen Treibhausgas-Fußabdruck signifikant reduziert: Die aktuelle Bilanz für 2025 weist 6,32 kg CO₂e pro Übernachtung und Gast aus – gegenüber 9 kg in früheren Erhebungen.

Die Auswertung zeigt, dass vor allem Maßnahmen im Bereich der Verpflegung einen relevanten Einfluss auf die bilanzierten Emissionen haben können. Fortlaufend durchgeführte Küchen-Coachings vermitteln den Teams beispielsweise, wie sich Lebensmittelreste vermeiden oder mehr bio-regionale Lebensmittel einsetzen lassen. In der 2025er Bilanz wird aber auch ersichtlich, dass die Verpflegung nicht mehr das emissionsstärkste Handlungsfeld ist; den größten Anteil haben nun Energie & Wasser. Auch dort konnten jedoch Emissionen reduziert werden – etwa durch zusätzliche Photovoltaikanlagen, Pellet-Heizungen und neue dämmende Fenster.

In der aktuellen Bilanz wurden die Handlungsfelder „Energie & Wasser“; „Reinigung & Wäsche“; „Abfall & Recycling“; „Material“, „Verpflegung“ und „Mobilität“ berücksichtigt.

Die vorgelegten Messergebnisse basieren auf einer erweiterten Datengrundlage und einer detaillierteren Erfassung der relevanten Daten. Für die Erhebung und Verwaltung der Nachhaltigkeitsdaten arbeitet das Jugendherbergswerk Bayern mit der Envoria GmbH zusammen. Gemeinsam wurde ein speziell auf Jugendherbergen abgestimmter Erhebungsbogen entwickelt. Die 2025er Bilanzierung ist gegenüber früheren Bewertungen detaillierter und trennschärfer: Unter anderem wird bei der Verpflegung genauer zwischen Tiefkühl- und Frischware unterschieden und die Wirkung unterschiedlicher Heizsysteme differenzierter erfasst.

Die Transparenz der Datenerhebung und Auswertung zieht sich durch die gesamte Bilanz: Die Energiedaten werden dabei aus den Abrechnungen der Energieversorger übernommen. Abfallmengen beruhen zum Teil auf Hochrechnungen, weil noch nicht an allen Standorten vollständig gewogen wird. Klimabedingte Risiken wurden qualitativ bewertet. Angaben zu Verwertungs- und Beseitigungsquoten liegen nicht vor, da die Behandlung über beauftragte Entsorgungsunternehmen erfolgt.

Die Bilanzierung folgt dem GHG Protocol Corporate Standard (Fassung 2004). Die eingesetzten Emissionsfaktoren wurden von der Fokus Zukunft GmbH & Co. KG auf Plausibilität, Quellenqualität, Systemgrenzen und korrekte Datenübertragung geprüft. Die Klimabilanz wird alle zwei Jahre aktualisiert. Die nächste Bilanz ist für 2027 vorgesehen. Ein belastbarer Vergleich mit anderen Übernachtungsanbietern ist nur bedingt möglich und würde vergleichbare Bilanzgrenzen, Datenquellen und Methodiken voraussetzen, die jedoch nicht zur Verfügung stehen bzw. nicht veröffentlicht werden.