• Dezember 08, 2021
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Chemnitz

Moderne Industriestadt

Chemnitz kann eine einzigartige Geschichte erzählen – von bahnbrechenden Erfindungen in Automobilbau, Maschinenbau oder in der Textilwirtschaft ebenso wie von mutigen Unternehmern wie Richard Hartmann, Carl Gottlieb Haubold oder Louis Schönherr. Als moderne Industriestadt hat Chemnitz weiter an dieser Geschichte geschrieben und gehört heute zu den wachstumsstärksten Städten Deutschlands. Die Stadt ist Technologiestandort mit den Schwerpunktbranchen Automobil- und Zuliefererindustrie, Informationstechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau und unterstützt mit ihrem Technologiezentrum Existenzgründer und Unternehmen beim Start und bei der Entwicklung. 

 

Eigene Wege gehen, Neues wagen und Erfindergeist leben, dieses Rezept macht die Stadt und ihre Menschen erfolgreich: In Chemnitz erdacht wurden zum Beispiel das Prinzip der Thermoskanne oder das erste Feinwaschmittel, patentierte Ideen wie tausend weitere. Heute werden hier unter anderem exzellente Maschinen und Produktionsanlagen gebaut, mit denen auf der ganzen Welt produziert wird.

Beste Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte schaffen die Technische Universität als intellektuelles Zentrum, der Smart System Campus als dynamisches Netzwerk von Mikrosystemtechnik-Kompetenzen, Forschungseinrichtungen wie die FraunhoferInstitute und ein erfolgreicher Mittelstand, zum großen Teil familiengeführte Unternehmen.

Tradition und Moderne spiegeln sich auch in städtebaulich spannenden Gegensätzen wider. Einzigartige Zeugnisse des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit oder der Kaßberg als eines der größten zusammenhängenden Gründerzeitviertel Europas begeistern Architekturfans. Ebenso wie die in den vergangenen 20 Jahren von international renommierten Architekten wie Helmut Jahn, Hans Kollhoff oder Christoph Ingenhoven neu entworfene Chemnitzer Innenstadt. Das nächste Großprojekt steht schon in den Startlöchern: Mit dem geplanten InnenstadtCampus holt Chemnitz Bildung und Wissenschaft ins Herz der Stadt. Zentral gelegene historische Quartiere wie der Brühl entwickeln sich dabei zu urbanen und jungen Stadtvierteln mit hoher Lebensqualität.

Für die Liebhaber der schönen Künste gibt es in Chemnitz einiges zu entdecken: Zum Beispiel die preisgekrönten Kunstsammlungen Chemnitz oder das Museum Gunzenhauser, das eine der beeindruckendsten Sammlungen der klassischen Moderne beherbergt. Das Sächsische Industriemuseum zeigt unterdessen Geschichte und Gegenwart. Die Städtischen Theater mit ihren Sparten Oper, Schauspiel, Ballett und Figurentheater sowie der Robert-Schumann-Philharmonie ziehen Besucher aus ganz Deutschland an. Auch ein Abstecher ins mehr als 100 Jahre alte Rathaus lohnt sich: Im Stadtverordnetensaal ist das monumentale Klinger-Wandbild „Arbeit – Wohlstand – Schönheit“ zu bestaunen. Den Ratssaal schmückt seit 2013 das Werk „Die Abwägung“ von Neo Rauch, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler.

Wer einfach mal entspannen möchte, findet in Chemnitz ebenfalls seinen Platz: Erholungsinseln wie der Schloßteich mit dem angrenzenden Küchwald laden ebenso zum Flanieren und Verweilen ein wie der historische Stadtpark entlang der Chemnitz.

Viele Prominente sind in Chemnitz geboren oder sprichwörtlich groß geworden, darunter viele Sport-Stars wie Eiskunstlaufkönigin Katarina Witt, Fußballnationalspieler Michael Ballack, Kugelstoß-Weltmeister David Storl oder Diskus-Recke Lars Riedel. Nicht in Deutschland geboren, aber in Chemnitz zu bekannten Sportgrößen gereift sind z.B. die Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy und der Olympiasieger im Gewichtheben Matthias Steiner.

Auch im Spektrum Kunst und Kultur sind viele Namen mit Chemnitz verbunden: unter anderem der Schriftsteller Stefan Heym, der Maler Karl Schmidt-Rottluff, die Bauhaus-Ikone Marianne Brandt oder Künstler wie Carsten Nicolai.