• Oktober 06, 2026
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Neue Perspektiven zwischen Stadt und Wasser

Internationale Konferenz WATER_CITY WHERE NEXT? mit 500 Expertinnen und Experten im Hamburger Oberhafen eröffnet

Wo entstehen die Wasserzugänge von morgen und wer treibt sie voran? Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat heute mit der Mailänder Architektin und Stadtplanerin Prof. Paola Viganò und Oberbaudirektor Franz-Josef Höing die Internationale Konferenz WATER_CITY WHERE NEXT? eröffnet. Am 28. und 29. September treffen sich Expertinnen und Experten aus Planung, Forschung und Praxis in der Gleishalle im Oberhafen, um über die Gestaltung urbaner Wasserlagen zu diskutieren. Im Fokus stehen aktuelle Ansätze und Projekte an der Schnittstelle zwischen Stadt und Wasser.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Der Hafen, die Flüsse, Fleete und Kanäle prägen von jeher das Hamburger Stadtbild. Technischer Fortschritt, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen verändern immer wieder die Nutzung der wassernahen Stadtteile. Wo früher Hafenwirtschaft und Gewerbe angesiedelt waren, entstehen heute in der HafenCity und auf weiteren Flächen an Elbe und Bille moderne Stadtteile für das Wohnen, Leben und Arbeiten. Klimaschutz, ein gutes soziales Miteinander und nachhaltige Mobilität spielen bei der Entwicklung eine große Rolle. Die Konferenz „WATER_CITY WHERE NEXT?“ ermöglicht den Erfahrungsaustausch unter Expertinnen und Experten, die weltweit an der Entwicklung wassernaher städtischer Räume mit hoher Lebensqualität arbeiten.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor: „Wasserlagen sind Transmissionsriemen für die Stadtentwicklung. Wie wollen wir unsere Städte in Zeiten des Klimawandels zukunftsfähig gestalten, wie sehen die Wasserzugänge von morgen aus? Darüber wollen wir mit internationalen Gästen aus 21 Städten, darunter Chicago, New York, Kopenhagen, Amsterdam und vielen weiteren WATER_CITIES diskutieren, um voneinander zu lernen und gemeinsam neue Wege zu denken. Die Ergebnisse sollen in Hamburgs neues räumliches Leitbild einfließen. Dabei geht es um die Frage, wie sich Hamburg mit seiner eigenen gestalterischen Logik weiterentwickeln und trotzdem treu bleiben kann.“

Prof. Paola Viganò, Architektin und Stadtplanerin in Mailand: „Cities like Hamburg are bodies of Water, a 'water laboratory' where to shape the social, climatic and ecological transition. Water is a driver for the re-organisation of territories. This is crucial especially in the case of waterfronts where the accumulation of risk, the economic attractivity, the need public accessibility define complex and often contradictory issues. Water and Waterfront’s design can play the role of connector, among complex coalitions of players, disciplines, and ways of thinking. I’m really glad that the conference provides a forum to discuss all these topics with experts from water cities around the world.“

Über 500 Planerinnen und Planer, (Landschafts-)Architektinnen und Architekten, Urban Designer, Forschende und Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung nehmen an der 1,5-tägigen internationalen Konferenz WATER_CITY WHERE NEXT? teil. Diese gibt mit Vorträgen, Werkberichten, Diskussionen und Führungen einen Einblick in aktuelle Ansätze und Projekte an der Schnittstelle zwischen Stadt und Wasser.

Um die vielschichtige Bedeutung von Wasser für die Stadtentwicklung aufzuzeigen, nimmt die Konferenz drei verschiedene Perspektiven in den Fokus:

  • Die Panels zu „Großmaßstäblichen Transformationen“ mit Projektbeispielen aus Kopenhagen, Rotterdam, New York und Chicago nähern sich der übergeordneten Frage, wie Wasser gesamtstädtische Visionen prägt und als räumlich verbindendes, identitätsstiftendes Element der Städte wirkt.
  • Mit Ansätzen aus Hamburg, Berlin, London und Wien nehmen die Panels zu „neuen Orten und Allianzen“ Wasserlagen als soziale Orte in der Stadt in den Fokus. Es geht um kreative Nutzungen an Ufern, Kais und öffentlichen Wasserflächen, ebenso wie um gemeinschaftliche Projekte und Initiativen.
  • Welche „Strategien und Instrumente“ sind notwendig, damit die Transformation von Städten am Wasser gelingt? Die Panels zu diesem Thema diskutieren planerische, politische, finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, um Wasser in der Stadtentwicklung wirksam zu machen. Projekte aus Utrecht, Hamburg, Bremen und Köln zeigen, wie aus Visionen realisierbare Projekte entstehen.

 

Am Ende der Konferenz reflektieren Kees Christiaanse (Büro KCAP, Amsterdam), Klaus Overmeyer (Büro urban catalyst, Berlin) und Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing zusammen mit den Referentinnen und Referenten und dem Publikum die Erkenntnisse aus zwei Konferenztagen: Was macht eine WATER_CITY aus? Wie wird das Wasser tatsächlich zur treibenden Kraft der Stadtentwicklung? Was sind die Wasserlagen von morgen und wer gestaltet sie?