• Oktober 06, 2026
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Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel wird voraussichtlich nach mehr als dreijähriger Amtszeit im kommenden Jahr aus persönlichen Gründen nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren. Dort soll er die Leitung des neu eingerichteten Dezernats für Sicherheit, Ordnung und Recht der Stadt Köln übernehmen. Über eine Nachfolge soll Anfang des kommenden Jahres entschieden werden.

 

Der 57-Jährige wurde heute von einer vom Rat der Stadt Köln eingesetzten Findungskommission zur Wahl als Beigeordneter für Sicherheit, Ordnung und Recht der Stadt Köln vorgeschlagen. Im Falle seiner Wahl, die am 8. Oktober 2026 stattfindet, steht sein Wechsel im Frühjahr kommenden Jahres bevor. Bis dahin wird er seine Aufgaben als Polizeipräsident in vollem Umfang weiter wahrnehmen.

 

Falk Schnabel hat im November 2023 das Amt des Hamburger Polizeipräsidenten von seinem Vorgänger Ralf Martin Meyer übernommen, nachdem dieser seinen Ruhestand angetreten hatte. In seiner Amtszeit hat sich der versierte Jurist, der zuvor u.a. als Leitender Oberstaatsanwalt und Polizeipräsident der Stadt Köln tätig war, schnell einen ausgezeichneten Ruf in der Hamburger Polizei, aber auch darüber hinaus in der gesamten Stadtgesellschaft erarbeitet. In die Amtszeit von Falk Schnabel fällt u.a. die Entwicklung einer gemeinsamen Strafverfolgungsstrategie von Polizei und Staatsanwaltschaft für eine effizientere Strafverfolgung (inkl. Gemeinsamer Eingangs- und Bearbeitungsstelle), die Etablierung des Hamburger Netzwerks für personenbezogenes Risikomanagement, der Aufbau einer schlagkräftigen polizeilichen Drohnenabwehr, der Bau einer neuen Polizeieinsatzzentrale und der Ausbau der strategischen Ansätze zur Stärkung der Sicherheit im Umfeld des Hamburger Hauptbahnhofs. Zuletzt hatte er zudem erfolgreich die Bund-Länder offene Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ im Auftrag der Innenministerkonferenz (IMK) geleitet.

 

Innensenator Andy Grote: „Falk Schnabel hat die Polizei Hamburg in den vergangenen drei Jahren hervorragend geführt, innovative Impulse für deren Weiterentwicklung gesetzt und wichtige Weichen für die Stärkung der inneren Sicherheit in Hamburg gestellt, von denen wir lange profitieren werden. Seine Nachfolge wird daher eine hochmoderne, leistungsstarke und zukunftsorientierte Polizei übernehmen, die deutschlandweit Vorreiter ist, u.a. im Bereich der Drohnenabwehr. Ich respektiere seine Entscheidung aus persönlichen Gründen, von der ich weiß, dass sie ihm nicht leichtgefallen ist.“

 

Polizeipräsident Falk Schnabel: „Hamburg ist eine faszinierende Stadt, mit einer modernen und gut aufgestellten Großstadtpolizei und Polizistinnen und Polizisten, die für die Sicherheit der Menschen jeden Tag ihr Bestes geben. Es ist ein großes Privileg, das attraktivste und begehrenswerteste Amt innerhalb der deutschen Polizei ausüben zu dürfen, und mit Stolz blicke ich auf das, was wir in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit Senator Grote erreicht und aufgebaut haben. Mein Wunsch, nach Nordrhein-Westfalen zurückzukehren, und der damit verbundene Wechsel des Aufgabenbereichs beruhen auf familiären Gründen, die ich trotz meiner tiefen Verbundenheit zu dieser Stadt und zur Polizei nicht ignorieren kann.“