• Oktober 06, 2026
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 Laut dem neuen Jahresbericht der Fluglärmschutzbeauftragten (FLSB) für 2025 ist die Zahl der nächtlichen Verspätungen durch gezielte Maßnahmen weiter gesenkt werden. Insgesamt 756 Flüge nach 23:00 Uhr gab es am Hamburger Airport im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Vorjahr 2024 mit 987 Flügen ist dies eine Reduzierung um 23 Prozent. Vor allem direkte Gespräche und das Einwirken auf die Fluggesellschaften führten zu diesem positiven Trend, der sich bislang auch 2026 fortsetzt: Bis heute gab es dieses Jahr 569 Verspätungen, 2025 waren bis zu diesem Zeitpunkt 601 verspätete Flüge.

 

Der erfreuliche Rückgang der Verspätungen hat zu großen Teilen mit verbesserten Flugplanungen der Fluggesellschaften zu tun. Regelmäßige direkte Ansprachen der FLSB wie auch der Behördenleitung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) stärkten das Bewusstsein für die Pünktlichkeit und rückten diese bei den Planungen noch stärker in den Fokus. Zu Verspätungen führten großräumige Schlechtwetterlagen mit in Deutschland und Europa im Sommer zu teils massiven Regenfällen und Gewittern sowie umfangreiche Waldbrände in Spanien und Frankreich.

 

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Mit großem Einsatz und intensivem Austausch mit den Fluggesellschaften ist es uns gelungen, die Flugpläne und deren Abwicklung zu verbessern und damit die nächtliche Belastung durch Fluglärm in unserer Stadt nachhaltig zu senken. Seit vergangenem Jahr gibt es zudem eine neue Entgeltordnung, die ab 22:00 Uhr schrittweise die Nachtzuschläge für Starts und Landungen erhöht. Besonders freut mich, dass sich die positive Entwicklung auch bei den Nachtflügen in diesem Jahr fortsetzt. Der Hamburg Airport ist wichtig für unsere Stadt und gleichzeitig haben wir wegen der innenstadtnahen Lage des Flughafens ganz besonders die Akzeptanz der Anwohnenden im Blick.“

 

Im Jahr 2025 haben sich 967 Bürgerinnen und Bürger bei der Fluglärmschutzbeauftragten über Fluglärm beschwert. Im Jahr 2024 waren es knapp 1.300. Trotz des Rückgangs der Beschwerdeführenden stieg die Gesamtzahl der Fluglärmbeschwerden auf nunmehr etwa 27.000. Im Jahr 2024 waren es noch etwa 24.500 Beschwerden insgesamt.

 

Positiver Trend auch 2026

Für das laufende Jahr 2026 lässt sich feststellen, dass sich der positive Trend zu weniger Flugverspätungen fortsetzt, obwohl langanhaltende winterliche Bedingungen im Januar und Februar zunächst zu einer Zunahme der Verspätungen führten und auch der August witterungsbedingt nicht so gut ausfiel. Von März bis Juli ergaben sich deutlich weniger Verspätungen als im Vorsommer und auch der September 2026 wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich deutlich unterbieten.

 

Hintergrund

Am Hamburger Flughafen darf ab 6:00 Uhr und bis 23:00 Uhr regulär gestartet oder gelandet werden. Erst zwischen 23:00 und 0:00 Uhr gilt die sogenannte „Verspätungsregelung“. Danach dürfen nachweisbar unvermeidbar verspätete Passagierflüge noch ohne vorherige behördliche Erlaubnis bis Mitternacht starten und landen. Die Unvermeidbarkeit wird von der BUKEA nachträglich geprüft. Die FLSB nimmt zudem Beschwerden über Fluglärm entgegen, prüft diese und wertet sie aus.

 

Flugzeuge der neuesten Generation, etwa der Airbus A320 Neo oder Boeing 737 Max, verfügen über moderne Mantelstromtriebwerke, die deutlich weniger Geräusche verursachen. In Hamburg lag der Anteil dieser Flugzeuge am Flugverkehr 2025 bei etwa 23 Prozent, die Tendenz ist steigend.